Borderline

Der Begriff Borderline (englisch: Grenzlinie) stammt daher, dass man die Krankheit früher im Grenzbereich zwischen neurotischen und psychotischen Störungen ansiedelte. Inzwischen spricht man von einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung.

Betroffene können ihre Gefühle nur schwer kontrollieren. Sie leiden an starken Stimmungsschwankungen und einer gestörten Selbstwahrnehmung. Die Krankheit beginnt meist im Jugendlichen- und jungen Erwachsenenalter. 

Die emotional-instabile Persönlichkeitsstörung kann durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener genetischer Faktoren entstehen. Aber auch Umwelterfahrungen, beispielsweise Gewalterfahrungen in der Kindheit, spielen eine Rolle.

Viele Betroffene leiden parallel auch an anderen psychischen Störungen. Essstörungen oder Drogenmissbrauch sind häufig Versuche, die innere Anspannung zu regulieren. 

Typische Kennzeichen sind starke unangenehme Gefühle (innere Wut, Verzweiflung), extreme Stimmungsschwankungen, die Angst vor dem Alleinsein und ein chronisches Gefühl der Leere.

Weitere Symptome sind eine hohe Reizbarkeit, depressive Stimmung, Suizidgedanken oder selbstverletztendes Verhalten. Die Betroffenen zeigen sich impulsiv, zum Beispiel beim Geldausgeben. 

Bei den Bezirkskliniken Mittelfranken wird zur Behandlung der Borderline Persönlichkeitsstörung die Dialektische Behaviorale Therapie (DBT) nach Linehan angewandt. Ziel ist es, suizidales Verhalten zu verringern und das Leid auf emotionaler Ebene zu reduzieren.

In ambulanten Gruppen können Patientinnen und Patienten nach dem Konzept der dialektischen Verhaltenstherapie größere Achtsamkeit, eine verbesserte Emotionsregulierung und erhöhte Stresstoleranz erlernen. 

Ihre erste Anlaufstelle kann der Haus- oder Facharzt sein. Sie können aber auch direkt mit einer unserer Institutsambulanzen Kontakt aufnehmen. In der Ambulanz bekommen Sie einen Termin für ein Vorgespräch.

Dabei wird geklärt, ob eine ambulante, tagesklinische oder stationäre Behandlung für Sie das Richtige ist. Bieten Sie als Angehöriger Ihre Hilfe an und helfen Sie zum Beispiel bei der Vereinbarung eines Termins. 

Die Bezirkskliniken Mittelfranken bieten Anlaufstellen an sechs Standorten. Terminabsprachen für die ambulante Diagnostik sind in den psychiatrischen Institutsambulanzen der drei Kliniken (Ansbach, Erlangen, Engelthal) sowie in den Außenstellen (Fürth, Neustadt a.d. Aisch und Weißenburg) möglich. 

Im Klinikum am Europakanal bieten wir zudem ein erweitertes Modul für Patienten mit zusätzlich bestehender Suchterkrankung an. Sollte vorher eine Entzugstherapie erforderlich sein, vermitteln wir Ihnen einen Platz dafür auf unseren Suchstationen. 

Behandlungsangebot

Je nach Schwergrad der Erkrankung sind ambulante, tagesklinische oder stationäre Behandlungen möglich. Hier finden Sie eine Übersicht unserer Behandlungsarten

Ihre erste Anlaufstelle bei den Bezirkskliniken Mittelfranken sind die Institutsambulanzen. So erreichen Sie unsere Ambulanzen:

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