Psychose

Mindestens eine von hundert Personen der Allgemeinbevölkerung erkrankt einmal im Leben an einer Psychose. Charakteristisch für diese seelische Erkrankung sind Veränderungen im Denken und Wahrnehmen, der Stimmung, der Leistungsfähigkeit und des Verhaltens anderen Menschen gegenüber.

Genetische Eigenschaften und Prozesse der frühen Entwicklung des Gehirns können dazu führen, dass ein erhöhtes Risiko für eine Psychose besteht. Zur Vollausprägung der Erkrankung kommt es meist im späten Jugend- und frühen Erwachsenenalter, wenn die Hirnentwicklung abgeschlossen wird und besondere Stressfaktoren einwirken.

Frühe Zeichen bei jungen Menschen können ein Einbruch der Leistungsfähigkeit, eine niedergeschlagene oder labile Stimmung sowie Probleme im Gespräch und Zusammenleben mit anderen Menschen sein.

Später können Angst, Misstrauen, Überzeugungen von Beobachtung oder Verfolgung (Wahn) oder kurze Wahrnehmungstäuschungen (zum Beispiel Stimmenhören) auftreten.

Die Therapie sollte, wenn immer möglich, auf einer offen geführten, psychiatrischen Station erfolgen. Angstlösende Medikamente und Antipsychotika, die das Denken wieder ordnen, werden ausführlich erklärt und eingesetzt.

In der Psychoedukation werden dem Betroffenen und idealerweise auch einer vertrauten Bezugsperson wesentliche Fakten zur Erkrankung erklärt. Techniken der Verhaltenstherapie helfen erwiesenermaßen dabei, Stimmung, Denken und Verhalten wieder mehr in die eigene Kontrolle zu bringen.

Ergänzende Maßnahmen und Therapien ermöglichen die Rehabilitation in die berufliche und soziale Rolle vor der Erkrankung.

Sollten Sie oben genannte oder ähnliche Symptome bei sich oder Angehörigen feststellen, sollten Sie Ihren Haus- oder Facharzt aufsuchen. Sie können aber auch direkt mit einer unserer Institutsambulanzen Kontakt aufnehmen. In der Ambulanz bekommen Sie einen Termin für ein Vorgespräch.

Um eine Psychose zu diagnostizieren sind allgemeinmedizinische Untersuchungen, Blut- und Urintests, eine Kernspintomographie des Gehirns und eine Nervenwasseruntersuchung nötig.

Diese Untersuchungen sind notwendig, um die Vielfalt an Gehirnerkrankungen, die sich als Psychose äußern können, zu erfassen und nach neuestem Stand zu behandeln. Meist kann dieses diagnostische Programm nur in einer Klinik erfolgen.

Die Bezirkskliniken Mittelfranken bieten Anlaufstellen an sechs Standorten. Terminabsprachen für die ambulante Diagnostik sind in den psychiatrischen Institutsambulanzen der drei Kliniken (Ansbach, Erlangen und Engelthal) sowie in den Außenstellen (Fürth, Neustadt an der Aisch und Weißenburg) möglich.

Je nach Schweregrad und Stadium der Erkrankung gibt es die Möglichkeit einer ambulanten, tagesklinischen oder stationären Behandlung.

Behandlungsangebot

Je nach Schwergrad der Erkrankung sind ambulante, tagesklinische oder stationäre Behandlungen möglich. Hier finden Sie eine Übersicht unserer Behandlungsarten

Ihre erste Anlaufstelle bei den Bezirkskliniken Mittelfranken sind die Institutsambulanzen. So erreichen Sie unsere Ambulanzen:

Behandlungsorte

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