Trauma

Als seelisches Trauma wird eine starke psychische Erschütterung oder seelische Verletzung bezeichnet, die durch ein einschneidendes Erlebnis hervorgerufen wurde. Solche Ereignisse können beispielsweise Naturkatastrophen, ein Unfall, Gewalterfahrung, emotionale Vernachlässigung in der Kindheit oder sexuelle Übergriffe sein. 

 

Wenn das traumatisierende Erlebnis sehr schwer war oder die menschliche Psyche damit in der Verarbeitung überfordert wurde, kann es zu vorübergehenden oder bleibenden Symptomen im Rahmen einer sogenannten Traumafolgestörung kommen. Auch geringfügige Ereignisse können traumatisch wirken, wenn sie häufig aufgetreten sind.

Die Symptome können sowohl schon bald nach einem Ereignis auftreten als auch erst nach mehreren Jahren oder Jahrzehnten auftauchen. Durch bestimmte Schlüsselreize treten dann häufig Albträume oder Flashbacks auf, als würden die traumatischen Ereignisse wie in einem Film wieder erlebt werden. Die Betroffenen klagen außerdem über eine emotionale Unausgeglichenheit, etwa vermehrte Wut, gestiegene Schreckhaftigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten. 

Weil viele Betroffene versuchen, die Auslöser von plötzlich auftretenden Trauma-Erinnerungen zu vermeiden, schränken sie sich im Alltag häufig stark ein. Als Folgeerkrankungen können zudem zum Beispiel Angsterkrankungen, Zwänge, Süchte oder chronische, körperliche Schmerzen auftreten. 

Die Erkrankung kann ambulant und stationär mit Psychotherapie und Medikamenten behandelt werden. Wichtig ist ein orientierendes diagnostisches Erstgespräch. Darin wird beispielsweise geklärt, wie akut oder chronisch die Traumasymptome sind und ob eventuell zuerst andere psychische Erkrankungen behandelt werden müssen, bevor mit der Traumtherapie begonnen werden kann. Dann wird gemeinsam besprochen, ob ein stationärer Aufenthalt notwendig ist oder ob ambulant behandelt werden kann. 

Wenn die Traumafolgestörung Ihre Lebensqualität einschränkt, scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ihre erste Anlaufstelle kann der Haus- oder Facharzt sein. Sie können aber auch direkt mit einer unserer Institutsambulanzen Kontakt aufnehmen. In der Ambulanz bekommen Sie dann einen Termin für ein Erstgespräch. 

Die Bezirkskliniken Mittelfranken bieten Anlaufstellen an sechs Standorten. Terminabsprachen für die ambulante Diagnostik sind in den psychiatrischen Institutsambulanzen der drei Kliniken (Ansbach, Erlangen und Engelthal) sowie in den Außenstellen (Fürth, Neustadt an der Aisch und Weißenburg) möglich.

Sollte die stationäre Behandlung der Traumafolgestörung im Vordergrund stehen und begleitend Schwierigkeiten in der Gestaltung von befriedigenden Beziehungen vorhanden sein, bieten alle Standorte psychotherapeutisch ausgerichtete Stationen an. Besonders in der psychodynamisch arbeitenden Psychosomatikstation H2 im Klinikum am Europakanal hat sich das langjährig erfahrene Team auf diese Störungsbilder spezialisiert.

Behandlungsangebot

Je nach Schwergrad der Erkrankung sind ambulante, tagesklinische oder stationäre Behandlungen möglich. Hier finden Sie eine Übersicht unserer Behandlungsarten

Ihre erste Anlaufstelle bei den Bezirkskliniken Mittelfranken sind die Institutsambulanzen. So erreichen Sie unsere Ambulanzen:

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