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Bestehende Netzwerke stellen die Versorgung sicher
11.11.2011

Gemeinsame Presseerklärung
der Bezirkskliniken Mittelfranken und des Klinikums Nürnberg

Das Netz für Patienten mit psychischen Erkrankungen in der Region ist geknüpft.

Nürnberg, Ansbach, Erlangen, Engelthal – Die psychiatrischen Kliniken in Mittelfranken stellen die Versorgung für Menschen mit psychischen Erkrankungen sicher. Während die Krankenkassen mit Hilfe von privaten Anbietern derzeit versuchen, ein zusätzliches Versorgungssystem für Menschen mit psychischen Erkrankungen aufzubauen, existiert ein professionell arbeitendes Netzwerk schon und fängt Menschen in Lebenskrisen auf. Dabei setzen die psychiatrischen Kliniken schon sehr lange auch auf ambulante oder tagesklinische Angebote, um Klinikaufenthalte so kurz wie möglich zu halten, und arbeiten intensiv mit niedergelassenen Ärzten und Therapeuten, Krisendiensten sowie Beratungsstellen zusammen.

So unterhalten die Bezirkskliniken Mittelfranken und das Klinikum Nürnberg ein umfassendes vollstationäres Angebot für alle psychischen Erkrankungen. Darüber hinaus unterhalten die Bezirkskliniken Mittelfranken Tageskliniken in Ansbach, Erlangen, Fürth und Weißenburg sowie Institutsambulanzen in Ansbach, Erlangen, Engelthal, Fürth und Weißenburg mit rund 23.000 Patienten jährlich. Hinzu kommt die Substitutionsambulanz in Nürnberg. In Planung ist eine Tagesklinik mit Institutsambulanz in Neustadt/Aisch. In den Kliniken in Ansbach, Erlangen und Engelthal ist für Notfälle rund um die Uhr qualifiziertes Personal erreichbar. Hinzu kommen die Tageskliniken des Klinikums Nürnberg sowie die Notfallambulanz im Nürnberger Norden mit knapp 5000 Patienten pro Jahr. Eine weitere Tagesklinik im südlichen Stadtgebiet ist im Aufbau. Dabei bietet das Klinikum Nürnberg ebenso wie die Bezirkskliniken Mittelfranken spezialisierte Angebote in allen psychiatrischen Fachgebieten wie bespielsweise der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Psychosomatischen Medizin und der Gerontopsychiatrie.
Welche Bedeutung der ambulante Bereich bei den Kliniken hat wird im Verhältnis deutlich. Neben den genannten 23.000 ambulanten Patienten versorgen die Bezirkskliniken Mittelfranken rund 19.000 stationäre und tagesklinische Patienten pro Jahr. Betrachtet man beispielsweise die Institutsambulanz der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Ansbach, so werden sogar 90 % der Patienten ambulant behandelt.

Versorgt werden Patientinnen und Patienten aus ganz Mittelfranken, immer mit dem Anliegen, die Behandlung so ambulant wie möglich zu gestalten. Trotzdem sind auch Klinikaufenthalte notwendig, die für schwere körperliche Erkrankungen niemand in Frage stellen würde. Die Krankenkassen planen aktuell gemeinsam mit privaten Anbietern eine parallele Versorgungsstruktur aufzubauen. Hier muss befürchtet werden, dass die psychischen Erkrankungen bagatellisiert und Klinikaufenthalte grundsätzlich in Frage gestellt werden. Dies wird die Situation für Patientinnen und Patienten in Bezug auf differenzierte Diagnose und adäquate Behandlung qualitativ verschlechtern.