PSYCHIATRIE

Im Bereich Allgemeinpsychiatrie behandeln wir unter anderem Patienten mit Psychosen (Schizophrenie, drogeninduziert oder organisch bedingt) und affektiven Erkrankungen (zum Beispiel Manien).

Stationen für Krisensituationen

Wir behandeln auf drei beschützenden Stationen (1/1, 2/0 und 2/1) Menschen zwischen 18 und etwa 60 Jahren. Wir bieten Hilfe bei verschiedenen Arten von Psychosen, bei affektiven Erkrankungen wie Depressionen, sowie bei Anpassungsstörungen und unterschiedlichen Krisensituationen.

Wir gestalten unser Behandlungsangebot möglichst alltagsnah. Das heißt, wir erarbeiten für unsere Patienten nicht nur eine individuelle Tagesstruktur sondern bieten ihnen ein umfassendes Therapieprogramm. Wir achten auch darauf, dass sie angemessene Freiräume haben. Dazu gehören zum Beispiel flexible Ausgangs- und Besuchsregelungen oder die Bereitstellung von Erholungs- und Rückzugsräumen.

Die Therapiebausteine sind:

  • Psychiatrische und psychologische Diagnostik und Aufklärung 
  • Medikamentöse Behandlung 
  • Unterstützung in den Alltagsfähigkeiten (zum Beispiel Ernährung, Körperpflege) 
  • Regelmäßige Gespräche mit Bezugspersonen 
  • Psychologische Einzelgespräche 
  • Gesprächsgruppen 
  • Klärung der nachstationären Versorgung 
  • Sozialpädagogische Beratung 
  • Ergo-, Sport- und Musiktherapie 
  • Lebenspraktisches Training, zum Beispiel Einkaufstraining 
  • Belastungserprobungen im häuslichen Umfeld 
  • Behandlungsvereinbarung

Die Aufnahmestationen für akute Krisen sind beschützende Stationen. Das heißt, hier betreuen wir Menschen, die aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung -zumindest vorübergehend - akut selbst- oder auch fremdgefährdend sind.

Die Aufenthaltsdauer ist abhängig vom Krankheitsbild. Meist schließt sich eine spezielle weiterführende Behandlung an.

Angehörige: Besuche auf Station sind außerhalb der Therapiezeiten jederzeit möglich und auch erwünscht. Wenn der Patient zustimmt, beziehen wir bei der Behandlung auch die Angehörigen mit ein. Zur Vereinbarung von Angehörigengesprächen bitten wir Sie, uns vorher telefonisch zu kontaktieren.  

Auf der offen geführten allgemeinpsychiatrischen Aufnahmestation P1 behandeln wir das gesamte Spektrum psychischer Erkrankungen. Der Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Krisen, posttraumatischen Belastungsstörungen sowie Psychosen.

Unser Therapiekonzept wird individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt und kann folgende Bausteine umfassen:

  • psychotherapeutische Einzel- und Gruppengespräche
  • Metakognitive Therapie bei Psychosen
  • Stabilisierungsgruppe für traumatisierte Patientinnen und Patienten
  • soziales Kompetenztraining
  • Ergotherapie
  • Sporttherapie, Fitnesstraining
  • Tanz- und Musiktherapie
  • Entspannungsverfahren
  • Achtsamkeitsgruppe
  • sozialpädagogische Beratung

Weitere Stationen (Sozialpsychiatrie)

Im Bereich der sozialpsychiatrischen Stationen (6/1 und P2) nehmen wir Patienten vor allem mit affektiven und schizophrenen Störungen auf - auch mit begleitender Suchtproblematik. Wir bieten ihnen Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Krankheit, bauen eine Tagesstruktur auf und arbeiten mit ihnen daran, dass sie ein möglichst selbstbestimmtes Leben mit ihrer Erkrankung außerhalb der Klinik führen können.

In unserem Behandlungskonzept legen wir Wert auf einen ganzheitlichen Therapieansatz. Dies bedeutet, dass wir gemeinsam mit den Patienten einen individuellen Therapieplan erarbeiten und gleichzeitig schon weiterführende Angebote nach dem Klinikaufenthalt im Blickfeld haben. 

Die Therapiebausteine sind:

  • Psychotherapeutische Einzel- und Gruppengespräche
  • Informationsgruppen zur Aufklärung über schizophrene und manisch-depressive Erkrankungen (Psychoedukation)
  • Lebenspraktisches Training
  • Hirnleistungs-Training (auch am PC)
  • Integriertes psychologisches Therapieprogramm
  • Soziales Kompetenztraining
  • Sporttherapie
  • Tanz- und Musiktherapie
  • Arbeits- und Beschäftigungstherapie
  • Entspannungsverfahren
  • Angehörigenberatung
  • Unterstützung und Förderung in Richtung eines selbstbestimmten Lebens
  • Aufbau einer Tagesstruktur
  • Vorbereitung zur Wiedereingliederung in die Gemeinschaft und/oder einen Beruf

Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung leiden an einer ausgeprägten Instabilität ihres Selbstbildes, neigen dazu, sich selbst zu verletzen und können zwar intensive, aber keine stabilen zwischenmenschlichen Beziehungen eingehen.

Im Bezirksklinikum Ansbach behandeln wir Bordeline-Patienten mit der Dialektisch Behavioralen Therapie (DBT) nach Linehan. Die Therapieziele dabei sind: 

  • Suizidales und selbstverletzendes Verhalten verringern
  • Verhalten zur Minderung der Lebensqualität reduzieren
  • Leid auf emotionaler Ebene verringern
  • Emotionen als nicht-traumatisierend erleben
  • Probleme der Lebensführung lösen
  • Bearbeitung individueller Schwierigkeiten
  • Steigerung der Selbstachtung

KONTAKT

Patientenaufnahme
Telefon 0981 4653-2100
Mo bis Fr: 8.00 bis 16.30 Uhr

Beschützende Station 1/1
Telefon 0981 4653-0

Leitung: Dr. med. univ. Pia Radißlovich

Beschützende Station 2/0
Telefon 0981 4653-0

Leitung: Dr. Uwe Enders

Beschützende Station 2/1
Telefon 0981 4653-0

Leitung: Dr. Werner Tauber

Offene allgemeinpsychiatrische Station P1
Telefon 0981 4653-2100

Leitung: Dr. Werner Weidmann

Sozialpsychiatrische Station P2
Telefon 0981 4653-1352

Leitung: Dr. med. univ. Harald Gradnitzer

Allgemein- und sozialpsychiatrische Station 6/1
Telefon 0981 4653-2234

Leitung: Dr. Birgit Mößner-Haug

täglich von 9 bis 20 Uhr

CHEFARZT

Prof. Dr. Mathias Zink
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Sekretariat:
Telefon 0981 4653-1001
Telefax 0981 4653-1003
martina.abelein‎@‎bezirkskliniken-mfr.de