Sucht-Reha (Entwöhnung)

Für alkoholabhängige Patienten, die ihre körperliche Entgiftung (Entzug) abgeschlossen haben, bieten wir eine Entwöhnungsbehandlung (Sucht-Reha). Die Therapiedauer beträgt in der Regel acht Wochen, ähnlich einer Kur. Wir behandeln außerdem Alkoholabhängige, die noch "trocken sind", aber befürchten, dass sie rückfällig werden könnten. Auch Patienten, die kurz rückfällig geworden sind und ihre Abstinenz wiedererlangen wollen, sind bei uns willkommen.

Hier finden Sie weitere Informationen rund um das Thema Sucht, wie es zu einer Sucht kommen kann, wie man sie erkennt und wie man sie behandelt.

Die Alkoholentwöhnung hat zum Ziel, die Leistungsfähigkeit im Alltag wiederherzustellen und dauerhaft Stabilität zu erhalten. Zum Behandlungskonzept gehören daher auch psychologisch-psychotherapeutische Maßnahmen unter Einbeziehung der Angehörigen.

Unsere Behandlungsangebote umfassen:

  • Achtwöchige Entwöhnungsbehandlung für alkoholabhängige Männer und Frauen, wobei Verlängerungen möglich sind.
  • Festigungsbehandlungen für Alkoholabhängige, die noch abstinent leben, ihre gefährdete Abstinenz aber stabilisieren wollen.
  • Auffangbehandlungen für Alkoholabhängige, die kurzzeitig rückfällig geworden sind und ihre Abstinenz wiedererlangen wollen.

Unser Angebot ist nicht geeignet für Personen mit

  • schweren Persönlichkeitsstörungen
  • akuten Psychosen
  • akuter Suizidgefährdung 
  • schweren körperlichen Einschränkungen
  • überwiegendem Missbrauch oder Abhängigkeit von illegalen Drogen oder Medikamenten

Die Therapie kann sich aus folgenden Bausteinen zusammensetzen:

  • Gruppentherapie
  • Einzel- und Familientherapie
  • Rückfallpräventionstraining
  • Informationsgruppe "Gesundheit"
  • Arbeits- und Beschäftigungstherapie
  • Sporttherapie
  • Entspannungsverfahren
  • Suchtakupunktur
  • Selbsthilfegruppenbesuch
  • Psychologisch-psychotherapeutische sowie ärztliche Diagnostik und Behandlung suchtbedingter Folge- und Begleiterkrankungen
  • Hilfe bei behördlichen Angelegenheiten

Neben den oben genannten Behandlungsbausteinen legen wir großen Wert auf folgende weitere Behandlungsaspekte:

Arbeit mit dem sozialen Umfeld

  • Erhalt der Kontakte zu Familie, Freunden, Arbeitplatz durch großzügige Besuchsregelungen 
  • Einbeziehung von Angehörigen durch Gespräche

Stärkung der Selbstkontrolle

Konfrontation mit Alltagssituationen durch

  • Frühzeitigen Einzelausgang
  • Tagesbeurlaubungen am Wochenende 
  • Mehrtägiges Realitätstraining zu Hause

Rückfallprävention und Rückfallmanagement

  • Intensive Auseinandersetzung mit Rückfallrisiken und deren Bewältigung
  • Konstruktive Aufarbeitung von Rückfällen

Bearbeitung der Hintergründe

  • Persönliche Gründe
  • Familiäre Konflikte
  • Probleme am Arbeitsplatz
  • Freizeitverhalten

Rückfälle bedeuten kein Scheitern der Behandlung, sondern sind Bestandteil des Ausstiegs aus der Sucht. In der Suchtrehabilitation im Bezirksklinikum Ansbach wird damit im Rahmen des S.T.A.R.-Programms konstruktiv-therapeutisch umgegangen. S.T.A.R. bedeutet "Strukturiertes Trainingsprogramm zur Alkohol-Rückfallprävention". Es ist ein im deutschen Sprachraum anerkanntes Programm, das am Bezirksklinikum Ansbach entwickelt wurde.

In 15 Einheiten zu jeweils 90 Minuten werden dabei Kompetenzen zur Vorbeugung und Bewältigung von Rückfällen vermittelt, welche die Patientin / den Patienten dabei unterstützen sollen, Ausrutscher besser zu bewältigen und schnell wieder zur Abstinenz zurückzufinden. Denn: Rückfälle gibt es bei allen Veränderungsprozessen - es kommt auf den konstruktiven Umgang damit an. 

Kontakt

Patientenaufnahme
Telefon 0981 4653-2100
Mo bis Fr: 8.00 bis 16.30 Uhr

Alkoholentwöhnung
Haus 7
Telefon 0981 4653-2236

Therapeutische Leitung:
Diplom-Psychologe Gerhard Grohe

Besuchszeiten:
Montag bis Freitag 17.30 – 20.00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag 8.30 – 20.00 Uhr

Chefarzt

Prof. Dr. Mathias Zink
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Sekretariat:
Telefon 0981 4653-1001
Telefax 0981 4653-1003
martina.abelein‎@‎bezirkskliniken-mfr.de