Psychosomatik

Psychosomatische Erkrankungen sind körperliche Beschwerden, die keine körperlichen Ursachen haben, sondern auf seelische und psychische Probleme zurückzuführen sind. Sie stellen für die Betroffenen häufig eine massive Belastung dar.

Auf drei psychosomatischen Stationen betrachten wir das Zusammenwirken von Körper und Psyche, erarbeiten gemeinsam mit Ihnen einen gezielten Therapieplan und begleiten Sie durch die Behandlung.

Verhaltenstherapie und Borderline-Therapie (DBT)

Die Station H0 ist eine offene, psychosomatische Akutstation. Wir behandeln Patienten, die an Depressionen, Angststörungen, Belastungsreaktionen, Zwangs- und Persönlichkeitsstörungen oder psychosomatischen Körper- und Schmerzstörungen leiden.

Zur Behandlung der Borderline Persönlichkeitsstörung wird die Dialektische Behaviorale Therapie (DBT) nach Linehan angewandt. Wir bieten zudem ein erweitertes Modul für Patienten mit zusätzlich bestehender Suchterkrankung an. Sollte vorher eine Entzugstherapie erforderlich sein, sprechen Sie uns bitte an. Wir vermitteln Ihnen gerne einen Platz dafür auf unseren Suchtstationen.

Behandlungsbausteine können sein:

  • Einzel- und Gesprächstherapien/Psychoedukation
  • Gestaltungsgruppe/Ergotherapie
  • Rollenspiel-/Selbstsicherheitsgruppe
  • Entspannung (Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Meditation)
  • Traumreisen/Imagination
  • Körperwahrnehmungs- und Bewegungstherapie
  • Feldenkrais
  • Körpertherapie
  • Morgenaktivierung

Im DBT-Programm werden folgende Module erarbeitet:

  • Achtsamkeit
  • Stresstoleranz
  • Umgang mit Gefühlen
  • Zwischenmenschliche Fertigkeiten
  • Selbstwert

Weitere Informationen zur DBT-Behandlung auf der Station H0:

Psychodynamische Therapie und Traumatherapie

Im Laufe unseres Lebens sammeln wir in uns zahlreiche Verletzungen, die oft erst mit erheblicher zeitlicher Verzögerung seelisch und körperlich, das heißt psychosomatisch, zu Krisen führen.

Behandlungsschwerpunkte auf der Station H2  sind Trauma, Depressionen, Borderline, Angst und Panik, Schmerz, Burn-out und andere psychosomatische Körpersymptome.

Neben Einzelgesprächen finden Therapien auch in verschiedenen Kleingruppen statt, zum Beispiel:

  • Psychodynamische Gesprächstherapie
  • Körperpsychotherapie
  • Gestaltungstherapie
  • Traumazentrierte Psychotherapie
  • Selbstsicherheitstraining
  • Interaktion und Psychodrama
  • Tanz und Bewegung
  • Achtsamkeit und Meditation

Neben dem ständig präsenten Behandlungsteam schafft die feste Bezugsgruppe eine unterstützende und tragende Atmosphäre und ermöglicht neue, hilfreiche Beziehungserfahrungen für einen Entwicklungsprozess.

Die Behandlungsdauer ist individuell vom Therapieprozess abhängig und liegt in der Regel bei zirka zehn Wochen.

Suchtmedizinische Psychotherapie

Die offene Psychotherapie- und Psychosomatikstation G3 richtet sich vor allem an Patienten mit einer psychischen Erkrankung (Depressionen, Angst- und Persönlichkeitsstörungen sowie posttraumatische Belastungsstörungen) in Verbindung mit einer
Alkohol- oder anderen Abhängigkeitsproblematik.

Auch Schmerzsyndrome mit oder ohne Schmerzmittelgebrauch werden behandelt.

Wir arbeiten mit einem multimodalen suchtmedizinischen, betont kognitiv-verhaltenstherapeutischen Konzept. Wenn die Substanz- oder Suchtproblematik im Vordergrund steht, ist die Motivationsarbeit ein wesentlicher Baustein der Therapie zu einem suchtfreien Leben.

Entwöhnungs- oder andere Reha-Maßnahmen sowie eine ambulante Nachsorge können wir hier in die Wege leiten.

Kontakt

Bei Aufnahmewunsch wenden Sie sich bitte direkt an unsere zentrale Patientenaufnahme.

Telefon: 09131 753 5353

Verhaltenstherapie
Station H0
Telefon 09131 753-2433

Psychodynamische Therapie und Traumatherapie
Station H2
Telefon 09131 753-2645

Suchtmedizinische Psychotherapie
Station G3
Telefon 09131 753-2602

Bereichsleitende Oberärztin: Dr. Kristina Bayerlein 

Chefarzt

Dr. Andreas Ahnert
Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie  

 

 



Erreichbar über die zentrale Vermittlung:
Telefon 09131 753-0