Leib und Seele gehören zusammen 13.02.2018

Nürnberg, 13.02.2018 – Körper und Seele beeinflussen sich wechselseitig und stehen in direktem Zusammenhang. Psychische Konflikte können körperliche Symptome auslösen und umgekehrt. Emotionen und Gefühle, wie etwa Angst, nehmen wir nicht nur mental wahr, sondern spüren das Anspannen der Muskeln oder die Beschleunigung der Herzfrequenz. Stand unseren Vorfahren in der Steinzeit ein Tiger gegenüber gab es zwei Optionen: Kampf oder Flucht. Ein komplexes System setzt Hormone frei und führt so zu einer gesteigerten Leistungsbereitschaft. Adrenalin wird ausgeschüttet, der Blutdruck steigt und Energie wird bereitgestellt – eine wichtige und über Leben und Tod entscheidende Aktivierung des Körpers. Noch heute laufen in unserem Körper bei Stresssituationen dieselben Mechanismen ab. Der einzige Unterschied: oft ist die körperliche Aktivierung nicht mehr lebensnotwendig, sondern kann auf Dauer sogar krank machen. Ob und wie wir mit solch einer Situation umgehen, hängt auch davon ab, welche Erfahrungen wir bislang gesammelt haben. „Unsere emotionalen Reaktionen sind das Produkt unseres stammes- und lerngeschichtlichen Erbes“, erklärt Dr. Christine Schlick, Oberärztin im Klinikum am Europakanal in Erlangen. Des Weiteren können wir lernen mit angespannten Zuständen umzugehen. Atemübungen, Achtsamkeit oder regelmäßige Bewegung sind Selbsthilfemöglichkeiten, um zu entspannen und dadurch seelisch und körperlich wieder in Balance zu gelangen.

Wie das funktioniert und wie Körper und Seele zusammengehören, darüber spricht Dr. Christine Schlick in ihrem Vortrag am Montag, 19. Februar 2018, mit anschließender Fragerunde im Caritas-Pirckheimer-Haus, Königstraße 64, Nürnberg, Großer Saal, von 18:30 bis 20 Uhr (Einlass um 18 Uhr). Interessierte sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.