Wie verändern traumatische Erlebnisse unser Leben? Nürnberg, 22.11.2017

Nürnberg, 22.11.2017 – Jeden Tag passieren Ereignisse, bei denen Menschen nicht nur körperlich sondern auch seelisch verletzt werden – das kann zum Beispiel eine lebensbedrohliche Krankheit, der Tod von nahestehenden Menschen, ein Brand oder ein Unfall im Straßenverkehr sein. Solch ein einschneidendes Erlebnis kann eine sogenannte Traumafolgestörung hervorrufen.

„Die Symptome einer Traumafolgestörung können schon bald nach dem Ereignis auftreten, aber durchaus auch erst nach mehreren Jahren oder Jahrzehnten auftreten“, erklärt Psychologin Britta Hermann vom Klinikum am Europakanal in Erlangen. Durch bestimmte Schlüsselreize treten dann häufig Albträume oder Flashbacks auf, so als würden die traumatischen Ereignisse wie in einem Film wieder erlebt werden. „Viele Betroffenen klagen auch über vermehrte Wut, Schreckhaftigkeit oder Konzentrationsschwierigkeiten“, ergänzt Hermann. Weil viele Betroffenen versuchen, die Auslöser von plötzlich auftretenden Trauma-Erinnerungen zu vermeiden, schränken sie sich im Alltag häufig stark ein und es können weitere psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angsterkrankungen entstehen. 

Über die Frage, inwiefern traumatische Erlebnisse unser Leben verändern können, spricht Britta Hermann in ihrem Vortrag am Montag, 27. November 2017, mit anschließender Fragerunde im Cari-tas-Pirckheimer-Haus (großer Saal), Königstraße 64, Nürnberg, von 18:30 – 20:00 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr). Interessierte sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. 

Einen kurzen Einblick in das Thema bietet Britta Hermann in diesem Video: 

Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe „Seelische Gesundheit im Gespräch“, die bereits zum achten Mal von den Bezirkskliniken Mittelfranken organisiert wird. Die Vorträge finden an drei aufeinander-folgenden Montagen (13. – 27. November 2017) jeweils von 18:30 – 20:00 Uhr im Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg statt. Die nächste Reihe wird im Februar 2018 angeboten. 

Mehr Informationen zu den Themen und Referenten finden Sie auf der Internetseite www.bezirkskliniken-mfr.de/veranstaltungen