Zukunftsperspektive für Soziotherapeutische Wohnheime Ansbach, 15.12.2017

Ansbach, 15.12.2017 – In der letzten Sitzung des Verwaltungsrates der Bezirkskliniken Mittelfranken unter dem Vorsitz von Bezirkstagspräsident Richard Bartsch stand auch die zukünftige Entwicklung der Soziotherapeutischen Wohnheime auf der Tagesordnung. Die Wohnheime bieten chronisch psychisch kranken Männern und Frauen, die nicht selbständig leben können, einen Lebensraum, in dem sie Geborgenheit und Sicherheit finden und damit wieder ein Gefühl von zu Hause haben sollen. Ziel ist es, die individuellen Bedürfnisse und Ressourcen der Bewohner so zu fördern, dass sich die Betroffenen wieder in die Gesellschaft eingliedern können. Bereits im Juli 2017 wurde ein zusätzlicher Bedarf für 10 Plätze im intensiv-geschützten Bereich in Ansbach anerkannt. Trotz Warteliste ist aber eine Umsetzung aufgrund fehlender Kapazitäten derzeit nicht möglich. Hier musste dringend eine Zukunftsperspektive geschaffen werden. Dabei betonte Bezirkstagspräsident Bartsch: „Die Wohnheime sind für schwer kranke Menschen eine wichtige Station auf dem Weg zurück in die Gesellschaft und für manche ein dauerhaftes Zuhause. Deshalb brauchen wir hierfür zukunftsfähige Konzepte.“

Entsprechend dem Vorschlag des Vorstandes Helmut Nawratil wurde beschlossen, die bestehenden Standorte in Ansbach und Eggenhof nahe Erlangen beizubehalten. Langfristig werden sich die Standorte dabei spezialisieren. Das Eggenhofer Heim soll die aktuell bestehenden offen geführten Heimplätze von 45 auf 72 Plätze erweitern. Ansbach soll sich mittel- bis langfristig von insgesamt 50 Plätzen auf 33 Plätze verkleinern, dabei aber den intensiv-geschützten Bereich um 10 Plätze ausbauen und hierzu auch einen Neubau anstreben. „Ich freue mich, dass wir in Bezug auf qualitative und wirtschaftliche Anforderungen eine Lösung gefunden haben, bei der beide Standorte erhalten werden können“, so Vorstand Nawratil. Die nächsten wichtigen Schritte zur Umsetzung sind nun die Vorlage des Ansbacher Konzeptes bei der staatlichen Aufsichtsbehörde FQA, der sogenannten Heimaufsicht, sowie die konkrete Planung der Baukosten, um mit dem Kostenträger, dem Bezirk Mittelfranken, über die Finanzierung zu verhandeln.