Das Hier und Jetzt fühlen

Der Garten der Kinder- und Jugendpsychiatrie wurde um einen Barfußpfad erweitert

Kiefernzapfen, Kieselsteine, Sand: der neue Barfußpfad im Garten der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Bezirksklinikum Ansbach fördert die Wahrnehmung und Achtsamkeit.

„Der alte Barfußpfad hinter Haus 15 war stark renovierungsbedürftig und wurde nicht mehr genutzt. Die KJP hatte hier jedoch Bedarf und so entstand die Idee, im Garten einen Barfußpfad für unsere jungen Patientinnen und Patienten anzulegen“, erklärt Daniela Maurer, Pflege- und Erziehungsdienstleitung. Im Frühjahr 2019 begannen daraufhin die Planungen und Bauarbeiten. Realisiert wurde das Projekt zusammen mit der Gartengruppe der Forensik unter Leitung von Garten- und Landschaftsbaumeister Markus Leibacher. „Die Patienten haben mit großer Freude am Barfußpfad gearbeitet. Das war eine gelungene Abwechslung“, so Leibacher.
Seit vergangenem Sommer können nun alle Stationen der Kinder- und Jugendpsychiatrie den Barfußpfad nutzen. „Wir haben bei der Konzeption darauf geachtet, dass nur Naturmaterialien verwendet werden“, erklärt Lena Erber, stellvertretende Stationsleitung der Stationen 24A und 27. Während viele Natur- und Erlebnispfade nur in eine Richtung angelegt sind, kann der Barfußpfad der KJP als Rundweg genutzt werden. Damit können mehrere Nutzer gleichzeitig die Strecke begehen.
„Unsere Patientinnen und Patienten dürfen den Weg auch selbstständig nutzen. Gerade im Sommer wurde das Angebot sehr gut angenommen“, weiß Nadja Keilwerth, Fachkraft für Kinder- und Jugendpsychiatrie auf Station 24J. „Gerade in Zeiten, in denen das Smartphone ständiger Begleiter ist und so schnell eine Reizüberflutung stattfindet, kann man sich beim Begehen des Barfußpfades auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Wir nutzen den Pfad beispielsweise im Rahmen der Achtsamkeitsgruppe, um die Wahrnehmung zu fördern und sich bewusst auf nur einen Aspekt zu konzentrieren“, so Erber weiter.
Gerade befindet sich der Barfußpfad im Winterschlaf, doch im Frühjahr wird er wieder zum optischen Hingucker. „Neben dem praktischen Nutzen ist der Barfußpfad mit seinen blühenden Pflanzen in der Mitte auch für den Garten eine Bereicherung“, erklärt Daniela Maurer abschließend.

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