Aktuelles

Bezirkskliniken Mittelfranken weiten ihr Versorgungsnetz aus

Ansbach, 17.04.2019 – Die Baugenehmigung ist erteilt, die Vorplanungen abgeschlossen und alle Leistungsverzeichnisse fertiggestellt: Im Mai startet der Bau einer neuen Psychiatrischen Klinik in Fürth. Zunächst geht es um die Stromerschließung.

Den Bauantrag stellten die Bezirkskliniken Mittelfranken bereits Anfang 2016. Die Verzögerung zwischen Antragsstellung und Baugenehmigung beruht auf dem Fund eines alten unterirdischen Stollensystems, das sich unter der Zufahrtsstraße zum Gelände befindet. Der Verdacht kam auf, dass sich dieses auf das Baugelände erstrecken könnte und so die Statik des geplanten Neubaus gefährden würde. Nach gründlicher Untersuchung konnte diese Befürchtung jedoch ausgeräumt werden. Das eigentliche Baugelände war bereits im Vorfeld durch Bohrungen der Bezirkskliniken Mittelfranken überprüft worden.

Die Stadt Fürth erteilte schließlich im Juni 2018 die entsprechende Baugenehmigung. Im Anschluss konnte die Ausführungsplanung erstellt und bei der Regierung von Mittelfranken eingereicht werden. Im Februar 2019 wurden nun förderfähige Gesamtkosten in Höhe von rund 26 Millionen Euro genehmigt. Die Bezirkskliniken Mittelfranken gehen aber von Baukosten von mindestens 30 Millionen Euro aus, die aufgrund der konjunkturellen Entwicklung wahrscheinlich noch weiter steigen werden. Derzeit laufen europaweite Ausschreibungen mit dem Ziel, den Rohbau im September zu beginnen. Vorab werden die Bezirkskliniken Mittelfranken eine noch im Frühjahr stattfindende Informationsveranstaltung für die Anwohner durchführen.

In der neuen Psychiatrischen Klinik in Fürth entstehen insgesamt 100 Betten auf vier Stationen. Damit bauen die Bezirkskliniken Mittelfranken ihr regionales Versorgungsnetz weiter aus und gewährleisten so eine optimale wohnortnahe Behandlung.

Chefarzt Dr. Andreas Meyer übergibt die Klinik zum 1.4.2019

Ansbach, 01.04.2019 – Mit Ablauf des letzten Monats hat Dr. Andreas Meyer, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, die aktive Arbeitsphase bei den Bezirkskliniken Mittelfranken beendet. Dr. Meyer, der 1998 als erster Mitarbeiter der damals neu gegründeten Klinik eingestellt wurde, schaut damit auf eine über 20-jährige erfolgreiche Zeit bei den Bezirkskliniken Mittelfranken zurück, in der er die Klinik aufgebaut und geprägt hat. 1998 mit einer Institutsambulanz gestartet, wuchs die Klinik 2001 um eine Tagesklinik, 2004 um die ersten stationären Betten und wurde ständig erweitert. Mit der unmittelbar bevorstehenden Einweihung des Neubaus der Aufnahme- und Jugendstation umfasst die Klinik aktuell 43 stationäre Betten, 15 tagesklinische Plätze, zwei Institutsambulanzen und rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dr. Meyer, der nach seinem Medizinstudium in Mainz und einer Zeit als leitender Oberarzt an der Universitätsklinik Düsseldorf seinen Weg nach Franken gefunden hat, ist sowohl Facharzt für Erwachsenenpsychiatrie und -psychotherapie als auch Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. In den 21 Jahren seines Wirkens hat die Klinik rund 10.000 Patientinnen und Patienten behandelt, davon über 90 % ambulant.

Neue Chefärztin ab 1.4.2019 ist Dr. Kathrin Herrmann. Sie hat in Erlangen studiert und gehört seit 2012 zum ärztlichen Team der Ansbacher Klinik. Dr. Herrmann ist Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie sowie für Kinder- und Jugendmedizin, Schwerpunkt Neuropädiatrie. Sie bringt langjährige Erfahrung in einem breiten Versorgungsspektrum von Kindern und Jugendlichen ein.

Ärztinnen und Ärzte sprechen über psychische Erkrankungen

Ansbach, 26.03.2019 – Müdigkeit und Stress: Wir alle kennen Tage, an denen man den Feierabend herbeisehnt. Doch was, wenn dieses Gefühl chronisch wird und man sich im wahrsten Sinne „ausgebrannt“ fühlt? Dann kann es sich um einen Burn-Out handeln. Dies ist nur eines von drei interessanten Themen im Rahmen der kostenlosen Vortragsreihe „Seelische Gesundheit im Gespräch“. Bereits zum neunten Mal informieren Ärzte und Psychologen der Bezirkskliniken Mittelfranken über psychische Erkrankungen. Mit über 1.000 Besucherinnen und Besuchern im vergangenen Jahr, gehört die Vortragsreihe inzwischen fest zum Veranstaltungskalender und ist ein wichtiger Baustein der Anti-Stigma-Kampagne.

Die Bezirkskliniken Mittelfranken sehen es nicht nur als ihre Aufgabe an, Menschen zu helfen, die sich bereits in einer seelischen Notlage befinden, sondern auch aktiv über die Thematik aufzuklären.

Die Reihe im Frühjahr findet an drei Dienstagen im April jeweils von 18:30 Uhr bis 20 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) statt. Veranstaltungsort ist das Caritas-Pirckheimer-Haus, Großer Saal, Königstraße 64 in 90402 Nürnberg.

Interessierte sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. 

 

Die einzelnen Vorträge im Überblick:

Zeit: immer dienstags von 18:30 bis 20 Uhr

Ort: Caritas-Pirckheimer-Haus, Königstraße 64, 90402 Nürnberg

  • Dienstag, 02. April 2019: „Burn-out – Ausgebrannt oder depressiv?“
    Prof. Dr. Thomas Kraus, Chefarzt Frankenalb-Klinik Engelthal Dienstag,
  • 09. April 2019: „ADHS im Erwachsenenalter“
    Dr. Angela Schmidt, Fachärztin Klinikum am Europakanal Erlangen
  • Dienstag, 16. April 2019: „Essstörungen – Wenn die Seele hungert“
    Dr. Hans-Jürgen Schulz, Oberarzt Bezirksklinikum Ansbach

 

Infokarte zur Vortragsreihe zum Download (PDF)

Hinweis an die Medien: Gerne vermitteln wir Ihnen ein Interview mit den Referenten vor Ort oder vorab telefonisch. Über eine Aufnahme in Ihren Veranstaltungskalender würden wir uns sehr freuen.

Spende des Lions Club Ansbach Christiane Charlotte

Ansbach, 07.03.2019 – Es fällt oft schwer, sich das vorzustellen, aber auch Kinder können an einer psychischen Erkrankung leiden: Depressionen, Essstörungen und ADHS sind dabei die häufigsten Diagnosen. Besonders schwer auffällige Kinder und Jugendliche werden ambulant, stationär oder tagesklinisch in der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters am Bezirksklinikum Ansbach behandelt.

Der Förderverein der Klinik, Spielräume e.V., kann sich nun über eine Spende des Lions Club Ansbach Christiane Charlotte freuen. Dr. Susanne Arendt, Präsidentin des Clubs, übergab heute den Scheck über 2.000 Euro an Martina Vogler-Oehler, Oberärztin und Vorsitzende des Fördervereins. "Der Lions Club Ansbach Christiane Charlotte unterstützt soziale Projekte im Kinder- und Jugendbereich in und um Ansbach“, sagte Dr. Susanne Arendt. „Dazu zählt natürlich auch der Förderverein Spielräume e.V. Mit unserer diesjährigen Spende wird zum Beispiel die Anschaffung von Audiosystemen ermöglicht, die Kindern ab drei Jahren selbstständig und kreativ nutzen können. Mit diesen Schatzkisten sind verschiedene, gemeinsame oder individuelle Hörerlebnisse möglich, die sicher Abwechslung und Entspannung in den Alltag der Kinder bringen. Aber auch Dinge des Alltags, die uns allen selbstverständlich sind, sollen  rasch und unkompliziert angeschafft werden können.“

„Manche unserer jungen Patienten kommen aus schwierigen Verhältnissen und es fehlt manchmal leider am Nötigsten“, erklärte Martina Vogler-Oehler. „Mit unseren aus Spenden gewonnenen finanziellen Mitteln können wir in die Bresche springen und unbürokratisch weiterhelfen.“ So kann der Verein zum Beispiel Hygieneartikel oder Wäsche für die Patienten anschaffen oder, wenn nötig, auch die Kosten für die Anreise zur ambulanten Therapie übernehmen. Außerdem finanziert der Verein auch immer wieder Spielgeräte oder anderes Equipment, das für die Therapie eingesetzt wird. „Wir bedanken uns ganz herzlich beim Lions Club Ansbach Christiane Charlotte und freuen uns sehr über die großzügige Zuwendung“, sagte Martina Vogler-Oehler bei der Übergabe.

„Mit der Krapfenaktion und dem Adventskalender-Verkauf sind nur zwei unserer Projekte genannt, die uns unter anderem diese Spende ermöglichen“, meinte Dr. Susanne Arendt abschließend. „Selbstverständlich gilt dabei unser Dank auch allen, die unsere Arbeit durch ihre Käufe oder durch ihr Sponsoring unterstützen und damit ihr Interesse, Mitgefühl und soziales Engagement zeigen.“

Informationen für Patienten, Angehörige und Fachpublikum

Erlangen, 04.03.2019 – Am Mittwoch, 13. März 2019, veranstaltet das Zentrum für Neurologie und Neurologische Rehabilitation am Klinikum am Europakanal Erlangen einen Informationstag zum Thema „Morbus Parkinson“.


In der Zeit von 13 bis 17 Uhr erhalten Interessierte vielfältige Informationen über das Krankheitsbild und die Behandlungsmöglichkeiten. In mehreren Vorträgen geht es beispielsweise um bessere Alltagskommunikation, Optimierung der Beweglichkeit oder die Verbesserung der Nahrungsaufnahme und des Schluckens.

Das Zentrum für Neurologie und Neurologische Rehabilitation legt bereits seit 2012 einen besonderen Schwerpunkt auf die Diagnostik und Therapie der Parkinsonerkrankung.
Ziel der speziell auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten angepassten Parkinson-Komplex-Behandlung ist die Herstellung und der Erhalt einer größtmöglichen Selbstständigkeit – sowohl im privaten, als auch im beruflichen Umfeld.

Betroffene, Angehörige sowie Fachleute sind herzlich zum Patiententag „Morbus Parkinson“  ins Klinikum am Europakanal, Am Europakanal 71, 91056 Erlangen, eingeladen. Der Eintritt ist frei. Kostenlose Parkplätze stehen auf dem Parkplatz an der Pforte zur Verfügung.
 

Der Film "Lars und die Frauen" hat das Leben mit einer Psychose zum Thema

Ansbach, 27.02.2019 – Vom 11. März bis 9. April 2019 veranstalten die Bezirkskliniken Mittelfranken, der Krisendienst Mittelfranken und die Sozialpsychiatrischen Dienste wieder die „Irren Nächte in Mittelfranken“. An elf Orten und 14 Terminen wird in diesem Jahr der Film "Lars und die Frauen" von Regisseur Craig Gillespie gezeigt.

 

Über den Film

Der 2007 erschienene Film erzählt die Geschichte von Lars Lindstrom, der anders ist als die andern. So anders, dass selbst sein Bruder Gus und seine Schwägerin Karin kaum Kontakt zu ihm haben. Doch Lars’ Einsamkeit hat ein Ende als Bianca in sein Leben tritt. Als er seine Verlobte seinem Bruder und dessen Frau vorstellt, staunen die nicht schlecht: Bianca ist eine lebensechte Puppe. Dass Lars seine Zukünftige als wunderschöne und vor allem lebendige Frau betrachtet, veranlasst Gus und Karin, die Ärztin Dr. Dagmar zu konsultieren. Doch die hat eine kuriose Lösung für das Problem: Lars’ Umfeld soll Bianca als dessen Freundin akzeptieren und als neues, vollwertiges – und vor allem lebendiges Gemeindemitglied behandeln. Die seltsame Methode führt zu außergewöhnlichen Begegnungen, die Lars’ Leben Stück für Stück verändern.

 

Über die "Irren Nächte"

Wenn Menschen psychisch krank werden, haben die Betroffenen und Angehörigen neben der Belastung durch die Krankheit oft auch noch mit Vorurteilen zu kämpfen. Ziel der Filmreihe „Irre Nächte“ ist es, auf psychische Krankheiten aufmerksam zu machen und darüber aufzuklären. Der dort gezeigte Film soll zeigen, dass psychische Erkrankungen zur Normalität gehören und jederzeit jeden treffen können. Deswegen diskutieren im Anschluss an die Filmvorführungen Mediziner, Psychologen und Sozialpädagogen mit dem Publikum über den Film und beleuchten dabei verschiedene Aspekte psychischer Erkrankungen. Das Format „Irre Nächte“ unterstützt damit auch die Ziele der Anti-Stigma-Kampagne „Wo ist die Grenze?“ der Bezirkskliniken Mittelfranken.

 

Die Veranstaltungsorte und -zeiten im Überblick:

  • Altdorf
    18.03.2019, 19.00 Uhr, Evangelisches Gemeindehaus
  • Ansbach
    01.04.2019, 19.30 Uhr, Kultur am Schloss
  • Erlangen
    27.03.2019, 19.30 Uhr, E-Werk
    09.04.2019, 18.00 Uhr, Lamm Lichtspiele
  • Fürth
    19.03.2019, 18.30 Uhr, Kino Uferpalast
    28.03.2019, 18.30 Uhr, Kino Uferpalast
  • Hersbruck
    21.03.2019, 19.00 Uhr, Selneckerhaus
  • Lauf
    26.03.2019, 19.00 Uhr, Evangelisches Gemeindehaus
  • Neustadt a. d. Aisch
    25.03.2019, 19.00 Uhr, Kino NEA
  • Nürnberg
    11.03.2019, 17.00 Uhr, Casablanca
    26.03.2019, 17.00 Uhr, Filmhauskino
  • Rothenburg ob der Tauber
    20.03.2019, 19.30 Uhr, Forum Rothenburg
  • Wassertrüdingen
    14.03.2019, 19.00 Uhr, Bürgersaal
  • Weißenburg
    27.03.2019, 18.00 Uhr, Kinocenter

 

Der Eintritt ist frei, Reservierungen sind nicht möglich.
 
Bildnachweis: Film "Lars und die Frauen", Copyright: Park Circus/MGM Studios

Führung im Museum des Bezirksklinikums Ansbach

Ansbach, 21.02.2019 – Am Dienstag, 5. März, findet um 19.00 Uhr im Fortbildungsraum des Therapiezentrums am Bezirksklinikum Ansbach wieder ein Treffen der Gruppe für Angehörige psychisch Erkrankter und Interessierte statt.

Thomas Gruner, Krankenpfleger für Psychiatrie, bietet an diesem Abend eine Besichtigung und Führung im Museum des Bezirksklinikums Ansbach an und informiert über die Anfangszeit der Psychiatrie.

Veranstaltet werden die regelmäßigen Treffen der Angehörigengruppe von der Institutsambulanz am Bezirksklinikum Ansbach. Ziel ist es, Angehörigen von psychisch Erkrankten Hilfestellung und Unterstützung für den Alltag zu geben.

Weitere Informationen zur Angehörigengruppe erteilt Thomas Gruner, Krankenpfleger für Psychiatrie, unter 0981 4653-1251.

Gemeinsame Pressemitteilung Bezirkskliniken Mittelfranken und Helmut Nawratil

In dem vor dem Landgericht Ansbach anhängigen Gerichtsverfahren zwischen Helmut Nawratil und den Bezirkskliniken Mittelfranken haben sich die Parteien nunmehr auf einen Vergleich geeinigt. Im Wesentlichen wurde vereinbart, dass der zwischen den Parteien bestehende Anstellungsvertrag zum 31.12.2018 endet und Herr Nawratil eine Abfindung in Höhe von 400.000 € erhält. Der Verwaltungsrat trägt diese Lösung einstimmig mit.

Helmut Nawratil hat die Bezirkskliniken Mittelfranken erfolgreich aus einer schwierigen wirtschaftlichen Krise herausgeführt. Gleichwohl konnte vor dem Hintergrund unterschiedlicher unternehmerischer Vorstellungen keine Basis mehr für eine weitere Zusammenarbeit gefunden werden.

Für die Bezirkskliniken Mittelfranken ist es nun das Ziel, mit einer geänderten Führungsstruktur das Klinikunternehmen zu stabilisieren und mit einer auf mehrere Schultern verteilten Verantwortung die strategischen Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.

Bezirkskliniken Mittelfranken arbeiten weiter an den Kritikpunkten

Ansbach, 30.01.2019 – Der Verwaltungsrat der Bezirkskliniken Mittelfranken hat in seiner gestrigen Sitzung nochmals intensiv die Ergebnisse der Sonderprüfung diskutiert, die in 2018 beauftragt worden war und nach der Vorstellung der Ergebnisse im September 2018 zur Entlassung des damaligen Vorstands Helmut Nawratil geführt hatte. Heute nun wurde das Kurzgutachten „Second Opinion“ vorgestellt, das erneut einen Blick auf die Themen der Sonderprüfung warf und Teile der Schlussfolgerungen des Erstgutachtens zumindest in der dortigen Schärfe nicht nachvollziehen konnte.

Im Anschluss an die Sitzung stellte Vorstand Dr. Matthias Keilen fest: „Unabhängig davon, welchen Blick verschiedene Prüfer im Detail auf die Vorgänge in den vergangenen Jahren hatten, haben wir die Themen sorgfältig bewertet, wichtige Hinweise aufgenommen und daraus im letzten Jahr ein Maßnahmenpaket geschnürt, das wir systematisch und konsequent abarbeiten.“

„Die kritischen Punkte der Sonderprüfung werden ernsthaft und engagiert bearbeitet,“ ergänzte Verwaltungsratsvorsitzender Armin Kroder, und fasste das Ergebnis der Diskussion zusammen: „Wir haben viele Sichtweisen nochmals intensiv diskutiert. Der Verwaltungsrat wird sich weiterhin über die veranlassten Maßnahmen berichten lassen, der Blick muss sich aber auch wieder nach vorne rich-ten.“

Dr. Kathrin Herrmann übernimmt ab 1. Oktober 2019 die Leitung der Klinik

Ansbach, 30.01.2019 – Der Verwaltungsrat der Bezirkskliniken Mittelfranken unter Vorsitz von Bezirkstagspräsident Armin Kroder hat in seiner gestrigen Sitzung die Ernennung von Dr. Kathrin Herrmann zur Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters beschlossen. Herrmann übernimmt die Leitung ab 1. Oktober 2019 von Chefarzt Dr. Andreas Meyer, der den Aufbau der Klinik seit 1998 begleitet hat und im Herbst in den Ruhestand geht.

Die 45-jährige Nürnbergerin Herrmann hat in Erlangen studiert und ist Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie sowie für Neuropädiatrie. Sie bringt langjährige Erfahrung in einem breiten Versorgungsspektrum von Kindern und Jugendlichen ein. Seit 2012 gehört sie zum ärztlichen Team der Ansbacher Klinik.

„Das ist ein guter Übergang, gerade auch, weil die Klinik in diesem Jahr nochmals wachsen wird,“ stellte Bezirkstagspräsident und Verwaltungsratsvorsitzender Armin Kroder fest. Im Mai wird der Neubau einer weiteren Station eingeweiht werden, die notwendig geworden war, um die Versorgung der Kinder und Jugendlichen in Westmittelfranken zu gewährleisten.

Symposium mit Fachvorträgen zeigt Behandlungsspektrum der Abteilung

Ansbach, 17.01.2019: Das vielfältige Therapiespektrum der Rehabilitations-Abteilung für Alkoholabhängige im Haus 7 im Bezirksklinikum Ansbach stand gestern im Mittelpunkt eines Fachsymposiums für zuweisende Ärzte, Vertreter von Selbsthilfegruppen, Suchtberatungsstellen und Kostenträgern sowie Mitarbeitern. Damit wurde gleichzeitig das 30jährige Bestehen der Einrichtung gefeiert.

Alkoholismus ist die in Deutschland am weitesten verbreitete Abhängigkeitserkrankung und macht den größten Anteil innerhalb aller Süchte aus. Laut Bundesministerium für Gesundheit konsumieren rund 9,5 Millionen Menschen in Deutschland Alkohol in gesundheitlich riskanter Form. Etwa 1,8 Millionen Menschen gelten dabei als alkoholabhängig.

Einzigartige Reha-Einrichtung in der Region

Diese Zahlen zeigen wie groß der Bedarf und die Notwendigkeit von Maßnahmen im Rahmen der Suchtrehabilitation sind. Haus 7 im Bezirksklinikum Ansbach ist in der Behandlung von Alkoholabhängigen in Mittelfranken seit 30 Jahren eine gut vernetzte, feste Größe und zwischenzeitlich die einzige Reha-Einrichtung für Alkoholabhängige zwischen 20 und 70 Jahren in der Region.

„Haus 7 ist mit seinen 24 Plätzen und zwei Therapiegruppen beispielhaft für moderne Psychiatrien“, erläuterte Prof. Dr. Zink, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Bezirksklinikum Ansbach gegenüber den rund 95 Teilnehmern des Symposiums.

Das multiprofessionelle Team aus Ärzten, Psychologischen Psychotherapeuten, Psychologen, Sozialpädagogen, Ergo- und Sporttherapeuten sowie Pflegekräften zeigt seit drei Jahrzehnten alkoholabhängigen Männern und Frauen Wege aus ihrer Abhängigkeit.

Bei der Therapie setzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Station u. a. auf das Rückfallprä-ventionstraining S.T.A.R. Dieses strukturierte Rückfallpräventionsprogramm für Alkoholabhängige wurde von der Psychologin Christine Schindler und Prof. Körkel, Professor an der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg, entwickelt, die praktische Umsetzung, Erprobung und Evaluation erfolgte in Haus 7. Das Programm wird mittlerweile in vielen Kliniken und Suchtberatungsstellen eingesetzt und vermittelt den Betroffenen Kompetenzen, um einem erneuten Alkoholkonsum gezielt vorzubeu-gen.

„Vor 30 Jahren wurde ein Rückfall moralisch bewertet, als etwas, was auf keinen Fall passieren darf,“ führt Christine Schindler aus. Um näher an der Lebenswirklichkeit der Patienten zu sein, wurden neue Konzepte entwickelt. „Mit S.T.A.R. setzen wir jetzt auch darauf, den Patienten auf einen möglichen späteren Rückfall vorzubereiten und Strategien an die Hand zu geben, mit denen es gelingen kann, nach einem erneuten Trinken schnell wieder zur Abstinenz zurückzufinden.“

Nahtlose Versorgung im Bezirksklinikum Ansbach

Die Suchtreha oder Alkoholentwöhnung greift erst nach einer körperlichen Entgiftung. Das Bezirks-klinikum Ansbach bietet den Patientinnen und Patienten eine nahtlose Versorgung an – vom qualifi-zierten Entzug in den Stationen S1 und S2 bis zur anschließenden Entwöhnung in Haus 7. „Damit haben wir das Ziel, das wir uns 1988 mit der Gründung von Haus 7 gesetzt haben, Alkohol-abhängigen einen schnellen Zugang zu einer Entwöhnungsbehandlung zu geben, verwirklicht. Nicht nur das - diese schnelle und nahtlose Versorgung von Alkoholabhängigen ist in Bayern einzigartig“, betont der Leitende Psychologe und Psychotherapeut der Einrichtung Gerhard Grohe. Zukünftig solle die Zusammenarbeit mit den regionalen Suchtberatungsstellen durch eine Kombination ambu-lanter und stationärer Therapie noch enger verzahnt werden.

Dreikönig im Bezirksklinikum Ansbach

Ansbach, 02.01.2019 – Am Sonntag, den 6. Januar 2019, findet um 15 Uhr in der Kirche des Bezirksklinikums Ansbach ein Ökumenischer Gottesdienst statt, zu dem die Klinikseelsorgerinnen herzlich einladen. Den Rahmen bildet die fränkische Handwerkerkrippe, die an diesem Tag die feierliche Dinkelsbühler Dreikönigsprozession darstellen wird.

 

Über die Handwerkerkrippe

„Bauet eine Krippe zum Lobe des Herrn, aber bauet sie nach eurer Heimat“ – dieser Spruch des Franz von Assisi inspirierte vor über 20 Jahren den Leiter der Berufsschule Rothenburg-Dinkelsbühl, Oberstudiendirektor Günther Heyn, dazu, mit Schülern und Lehrern für die Patientinnen und Patienten des Bezirksklinikums Ansbach eine Wendekrippe zu bauen. Seit dieser Zeit ist die Krippe zu einem ganzen Dorf angewachsen. Neben weihnachtlichen Szenen sind auf gut 50 Quadratmetern fränkische Miniaturgebäude, handgeschnitzte und fränkisch gekleidete Handwerkerfiguren, nachgestellte Alltagsszenen und ein üppig ausgestatteter Wochenmarkt zu bestaunen.

Verwaltungsrat regelt die Führung der Bezirkskliniken Mittelfranken neu

Ansbach, 21.12.2018 – Der Verwaltungsrat der Bezirkskliniken Mittelfranken hat in seiner gestrigen Sitzung Dr. Matthias Keilen ab sofort und befristet für ein Jahr, bis Ende 2019, zum Vorstand ernannt. Als sein erster Stellvertreter wurde Prof. Dr. Thomas Kraus ernannt. Zweiter Stellvertreter ist wie bisher Kai Schadow und als dritte Stellvertreterin wurde Angelika Meier berufen. Mit dieser neuen, vorläufigen Struktur sollen insbesondere die patientennahen Bereiche der Bezirkskliniken Mittelfranken gestärkt werden.

Nach der Kündigung des Dienstverhältnisses mit dem bisherigen Vorstand Helmut Nawratil nahm der Verwaltungsratsvorsitzende die gesetzliche Vertretung der Bezirkskliniken Mittelfranken wahr. Das Tagesgeschäft führten die Stellvertreter des Vorstandes. Momentan erarbeitet eine interne Arbeitsgruppe eine neue Vorstands- und Führungsstruktur, mit der die Medizin und die Pflege in der Führungsetage gestärkt werden soll. Der Vorschlag wird dem Verwaltungsrat Anfang des Jahres vorgestellt.

Zu den Personen
Dr. Matthias Keilen
kam im August 2014 als Leiter des Bereichs Zentrales Medizinmanagement zu den Bezirkskliniken Mittelfranken. Davor war er als Chefarzt für Anästhesie bei den Schön-Kliniken in Nürnberg-Fürth tätig. Im Dezember 2015 hat ihn der Verwaltungsrat zum ersten Stellvertreter des Vorstandes ernannt.

Prof. Dr. Thomas Kraus ist seit April 2006 Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik an der Frankenalb-Klinik Engelthal. Seit Februar 2013 ist er darüber hinaus außerplanmäßiger Professor für Medizin der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Kai Schadow kam im Juli 2014 als Leiter Unternehmenssteuerung/Controlling zu den Bezirkskliniken Mittelfranken. Im Oktober 2015 übernahm er zusätzlich die Leitung des Bereichs Zentrales Klinikmanagement. Im Dezember 2017 wurde er zum zweiten Stellvertreter des Vorstandes berufen. Vor seinem Eintritt bei den Bezirkskliniken leitete Kai Schadow das Konzerncontrolling bei der Sana Kliniken AG.

Im September 2014 hat Angelika Meier die Funktion des Zentralen Pflegemanagements bei den Bezirkskliniken Mittelfranken übernommen und ist Mitglied der Geschäftsleitungsrunde. Die gelernte Krankenpflegerin studierte Pflegemanagement und war unter anderem Pflegedienstleiterin und Qualitätsmanagementbeauftragte bei den Schön-Kliniken in Nürnberg-Fürth.

Darüber hinaus hat der Verwaltungsrat den Vorstand beauftragt ein Konzept für die mögliche Auflösung der Service GmbH und für die Wiedereingliederung der Aufgaben und des Personals in das Kommunalunternehmen zu erstellen und dem Verwaltungsrat zur Beschlussfassung vorzulegen. Dabei ist eine Chancen-Risiko-Analyse zu erstellen.

Junge Musiker aus Dinkelsbühl gestalten den Abend

Ansbach, 10.12.2018 – Ein abwechslungsreiches Programm bieten die Studierenden der Berufsfachschule für Musik des Bezirks Mittelfranken aus Dinkelsbühl beim Adventskonzert am Dienstag, 18. Dezember 2018, um 19.00 Uhr in der Kirche des Bezirksklinikums Ansbach. Vokal- und Instrumentalensembles treten mit festlicher Musik aus verschiedenen Jahrhunderten auf. Der Eintritt ist frei, eine Sitzplatzreservierung ist leider nicht möglich.

Zur besonderen Atmosphäre während des Konzerts in der Kirche des Bezirksklinikums trägt auch die fränkische Handwerkerkrippe bei, die noch bis einschließlich 06. Januar 2019 von Dienstag bis Sonntag, zwischen 11.00 und 16.00 Uhr zu besichtigen ist. Führungen finden dienstags bis sonntags zwischen 14.00 und 16.00 Uhr statt.

Plakat zum Download 

Fachvortrag bei den Ansbacher Perspektiven

Ansbach, 05.12.2018 - Am Mittwoch, dem 12. Dezember 2018, findet die nächste Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe für Ärzte "Ansbacher Perspektiven" statt. Prof. Dr. med. Thomas Pollmächer hält dabei einen Vortrag zum Thema "Patientenrechte und Patientenautonomie". 

Fachpublikum ist herzlich dazu eingeladen, der Eintritt ist frei! Um Anmeldung per Mail an martina.abelein‎@‎bezirkskliniken-mfr.de wird gebeten.

Prof. Dr. med. Thomas Pollmächer ist Direktor des Zentrums für psychische Gesundheit und Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie I, Klinikum Ingolstadt.

Start der Krippensaison

Ansbach, 23.11.2018 – Am Freitag, den 30. November 2018 findet um 16.00 Uhr in der Kirche des Bezirksklinikums Ansbach die feierliche Eröffnung der alljährlichen Handwerkerkrippe statt. Nach der Begrüßung durch Dr. Matthias Keilen, 1. Vertreter des Vorstands der Bezirkskliniken Mittelfranken, stellt die Leiterin des Krippenteams, Margit Böckler, Geschichte und Besonderheiten der fränkischen Handwerkerkrippe vor. Die offizielle Eröffnung endet mit einem feierlichen Innehalten an der Krippe, geleitet von der Klinikseelsorgerin Margit Böhmer-Böckeler.

Seit mehr als 30 Jahren präsentiert sich die weit über den Landkreis Ansbach hinaus bekannte Krippe in der Kirche des Bezirksklinikums Ansbach. Was mit einem verstaubten, vom Dachboden geretteten Krippenhaus und einfachen Plastikfiguren begann, ist heute eine Krippenlandschaft auf 50 Quadratmetern. Den Besuchern zeigen sich Miniaturbauernhäusern und -scheunen, vor handgeschnitzten, fränkisch gekleideten Figuren, die einer handwerklichen oder alltäglichen Beschäftigung nachgehen.

Doch die fränkische Handwerkerkrippe ist mehr als ein Nachbau oder ein Modell-Krippendorf. Sie steckt voller Geschichten, Humor und Weisheit. Sie erzählt den Besucherinnen und Besuchern nicht nur davon, wie es früher in einem fränkischen Dorf war, sondern lässt Geschichte lebendig werden. Jede Woche verändern sich die gezeigten Szenen und Figuren und offenbaren den Betrachtern die Weihnachtsgeschichte – angefangen von Maria Verkündigung über den Weg nach Bethlehem bis zum Einzug der Heiligen drei Könige. Die fränkische Handwerkerkrippe ist materialisierte Freude an handwerklicher Arbeit und fränkischer Tradition.

Die Krippe ist bis einschließlich 6. Januar 2019 von Dienstag bis Sonntag, zwischen 11.00 und 16.00 Uhr zu besichtigen. Führungen finden dienstags bis sonntags zwischen 14.00 und 16.00 Uhr statt.

Ansbacher Pilotprojekt findet Eingang in das Bayerische Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (BayPsychKHG) – Studie bestätigt die Wirksamkeit des Präventionsangebots

Ansbach, 12.11.2018 – 2014 hat die Präventionsambulanz am Bezirksklinikum Ansbach als ein in Deutschland und sogar weltweit einzigartiges Pilotprojekt ihre Arbeit aufgenommen. Dieses ursprünglich auf vier Jahre angelegte Modellprojekt fand im Juli 2018 als Artikel 51 Eingang in das Bayerische Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (BayPsychKHG).

Ziel der Präventionsambulanz ist es, psychiatrische Risikopatienten davor zu bewahren, Straftaten zu begehen, die mit ihrer psychischen Erkrankung in Zusammenhang stehen. Die Bilanz nach vier Jahren Modellphase überzeugt durchgängig: Die Finanzierung der Präventionsambulanz im Bezirksklinikum Ansbach durch das bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales ist langfristig gesichert. 2017 zeichnete Staatsministerin Melanie Huml das Modell mit dem Bayerischen Gesundheits- und Pflegepreis, der höchsten bayerischen Auszeichnung im Bereich Gesundheit, aus. Im Sommer dieses Jahres wurde im Bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz festgeschrieben, dass weitere Präventionsambulanzen nach dem Ansbacher Vorbild in Bayern flächendeckend entstehen sollen.

Eine begleitend geführte Evaluationsstudie mit einer Vergleichsgruppe aus dem Einzugsgebiet des Bezirksklinikums Erlangen belegt die Wirksamkeit des Präventionsangebots zudem empirisch.

Dabei wurde überprüft, ob sich die gewaltspezifischen Risikowerte und die psychischen, sozialen und beruflichen Funktionen der Patienten der Präventionsambulanz im Beobachtungszeitraum veränderten. Verglichen wurden diese Daten mit unbehandelten, aber hinsichtlich des Gewaltrisikos vergleichbaren Probanden aus dem Einzugsgebiet des Bezirksklinikums Erlangen am Europakanal. Insgesamt nahmen 70 Patienten aus der Präventionsambulanz und 51 Vergleichsprobanden an der Studie teil.

Die Studie zeigt, dass über die Zeit das Risikoprofil für Gewaltstraftaten der Patienten der Präventionsambulanz verglichen mit den Vergleichsprobanden um ein Drittel sank. Zudem stiegen die psychischen, sozialen und beruflichen Funktionen stärker an. Die Studie endet zum 31. Dezember 2018.

„Es ist nur ein kleiner Prozentsatz psychisch kranker Menschen, die tatsächlich gewalttätig werden“, betont Dr. Joachim Nitschke, Chefarzt der Klinik für Forensische Psychiatrie, zu der die Präventionsambulanz gehört. „Doch jede verhinderte Gewalttat vermeidet großes Leid – sowohl für die Täter als auch für die Opfer. Die Ergebnisse der Vergleichsstudie zeigen, dass Prävention möglich ist.“ Mit der Entwicklung der Präventionsambulanz vom Modellprojekt zu einem kontinuierlichen Angebot ist er sehr zufrieden: „Seit dem Start der Präventionsambulanz konnten wir 160 Patienten behandeln, aktuell sind 60 Patienten bei uns in Behandlung. Aufgrund der erfolgreichen Evaluation des Projektes sollen ab dem 01.01.2019 bayernweit Präventionsambulanzen angeboten werden.“ Ziel ist es zukünftig auch Patienten mit einer Minderbegabung behandeln zu können.

Das Team der Präventionsambulanz besteht aus Psychologen, Sozialpädagogen, medizinischen Fachangestellten, Fachkrankenpflegekräften und Ärzten. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind eine engmaschige Betreuung durch regelmäßige Hausbesuche, individuelle Gespräche, Gruppentherapien sowie Gespräche mit Angehörigen. „Wer zu uns kommt, muss keine Angst haben, als Straftäter zu gelten“, betont Dr. Martina Weig, Oberärztin und Leiterin der Präventionsambulanz. „Vielmehr geht es darum, dass die Betroffenen eine realistische Einschätzung über den Verlauf ihrer Krankheit bekommen und ergänzende Behandlungsangebote in Anspruch nehmen können. Selbstverständlich gilt bei uns die ärztliche Schweigepflicht.“

Bezirkskliniken Mittelfranken sind Teil der Kampagne „Platz für…“ der Metropolregion Nürnberg

Ansbach, 07.11.2018 – Ein gewinnendes Lächeln, ein selbstbewusster Blick in die Kamera, Dienstfahrrad und Notfallset in Reichweite vor dem Festsaal des Bezirksklinikums Ansbach: So blickt seit 2. November 2018 Ceren Şen, Stationsärztin im Bezirksklinikum Ansbach, von zahlreichen Plakatwänden in Ansbach und Nürnberg.

Ceren Şen, Assistenzärztin im Bezirksklinikum Ansbach, ist das Gesicht der Bezirkskliniken Mittelfranken im Rahmen der Kampagne „Platz für…“ der Metropolregion Nürnberg, bei der Menschen aus dem Großraum Nürnberg ihre berufliche und private Geschichte erzählen. So soll Nürnberg und das Umland als attraktiver, sympathischer Platz für talentierte und engagierte Menschen aus aller Welt vorgestellt werden, der Platz für unterschiedlichste Lebensmodelle bietet.

„In Deutschland haben wir jedes Jahr einen Bedarf an 400.000 Fachkräften, der nur über Immigration und Integration gelöst werden kann“, sagt Dr. Christa Standecker, Geschäftsführerin der Metropolregion Nürnberg. „Mit unserer Imagekampagne werben wir seit 2016 erfolgreich für die Metropolregion Nürnberg, mit dem Ziel, dass Fachkräfte wie Ceren Şen hier eine neue Heimat finden.“

Von der Mittelmeermetropole Izmir ins fränkische Ansbach

Als Ärztin Menschen in Not zu helfen - dieses Ziel hat sich Ceren Şen, die in Izmir in der Türkei geboren wurde, bereits als Schülerin gesetzt. Jetzt lebt die 28-Jährige ihren Berufstraum in der Metropolregion. Seit 2016 arbeitet sie als Stationsärztin in den Bezirkskliniken Mittelfranken.

Die Zeit ihrer Hospitation in Ansbach hat Şen noch gut in Erinnerung. „Man lernt viele Arbeitsfelder kennen - von der Gerontopsychiatrie bis zur Suchttherapie.“ Ebenso angetan ist die junge Ärztin von der Atmosphäre: „Ich wurde sehr herzlich aufgenommen. Ein paar Kollegen schickten mir gleich WhatsApp-Nachrichten und haben mich ermutigt, hier anzufangen.“

Heute ist die 28-Jährige als Stationsärztin am Standort Ansbach auf der Drogenentgiftungsstation tätig und befindet sich im zweiten Jahr ihrer Qualifizierung zur Fachärztin für Psychiatrie und Psy-chotherapie. Sie will ihren Teil dazu beitragen, die Psychiatrie von ihrem Stigma zu befreien: „Eine offene Herangehensweise kann die Haltung der Gesellschaft gegenüber psychisch Kranken verän-dern.“

„Wir sind sehr stolz darauf, dass wir Frau Şen für diese Kampagne gewinnen konnten,“ betont Dr. Matthias Keilen, 1. Vertreter des Vorstands. „Frau Şen steht für die zahlreichen ausländischen Ärzte, die wir mittlerweile in den Bezirkskliniken beschäftigen. Ohne diese Frauen und Männer, die ihren beruflichen Traum in Deutschland verwirklichen wollen, wäre die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten aufgrund des Ärztemangels deutlich schwieriger,“ führt Matthias Keilen weiter aus. „Es freut mich sehr, wenn die Integration dieser engagierten Ärztinnen und Ärzte dann so toll klappt wie bei Frau Şen und beide Seiten davon profitieren.“

Fachvortrag bei den Ansbacher Perspektiven

Ansbach, 07.11.2018 - Am Mittwoch, dem 14. November 2018, findet die nächste Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe für Ärzte "Ansbacher Perspektiven" statt. Prof. Dr. med. Göran Hajak, MBA, hält dabei einen Vortrag zum Thema "Schlaf: Win or waste?". 

Fachpublikum ist herzlich dazu eingeladen, der Eintritt ist frei! Um Anmeldung per Mail an martina.abelein‎@‎bezirkskliniken-mfr.de wird gebeten.

Prof. Dr. med. Göran Hajak, MBA, ist Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Sozialstiftung Bamberg.

Austausch und Informationen für Fachkräfte und Interessierte

Ansbach, 05.11.2018 – Informationen rund um das Thema Alter stehen wieder im Mittelpunkt des Ansbacher Geriatrieforums, das am Freitag, 16. November 2018 ab 13.00 Uhr im Bezirksrathaus in Ansbach stattfindet. Veranstaltet wird das Forum vom Bezirksklinikum Ansbach und dem VdK Kreis-verband Ansbach. Dr. Reiner Weisenseel, Chefarzt der Klinik für Geriatrische Rehabilitation am Bezirksklinikum Ansbach und Leitender Arzt der Sektion Akutgeriatrie am Klinikum Ansbach, wird als Moderator durch die Veranstaltung führen.

Im ersten Vortrag des Nachmittags sprechen Prof. Dr.-Ing. Helmut Roderus, Dekan der Fakultät Medien an der Hochschule Ansbach und Prof. Renate Hermann, M.A., Studiengangsleitung der Fakultät Medien an der Hochschule Ansbach, über den Nutzen neuer Medien und digitaler Hilfsmittel für ein selbstbestimmtes Leben im Alter. Im Anschluss daran referiert Dr. med. Bruno Fleischmann, Leitender Oberarzt der Medizinischen Klinik 2 am Klinikum Ansbach, über die Wohlstandserkrankungen Diabetes mellitus und Bluthochdruck.

Darüber hinaus bietet das Forum für Ärzte und Fachkräfte im Bereich Pflege und Sozialarbeit sowie für Angehörige und Betroffene die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen und an den In-formationsständen mit Experten ins Gespräch zu kommen.

Anmeldung zum Geriatrieforum: Per Telefon unter 0981 4653-1601 oder per Fax unter 0981 4653-1605. Weitere Informationen und ein ausführliches Programm gibt es unter www.bezirkskliniken-mfr.de/Veranstaltungen.

Sonja Vukovic liest aus ihrer Autobiographie "Gegessen: Wer schön sein will, muss leiden, sagt der Schmerz…"

Ansbach, 02.11.2018 – „Mit 31 Jahren, nach 13 Jahren Magersucht und Bulimie, kann ich sagen, ich bin mit der Krankheit durch. Was war, ist jetzt gegessen.“ Das ist die Quintessenz der Autobiographie von Sonja Vukovic, die mit ihrer eigenen Geschichte schonungslos die Schrecken einer Essstörung offenbart.

Am Mittwoch, den 14. November 2018, ist die Autorin, Journalistin und Rednerin mit der Lesung aus ihrer Biographie zu Gast beim Forum Essstörungen in den Kammerspielen Ansbach und gibt einen Einblick in ihre Krankheitsgeschichte, ihre Erfahrungen, und den Weg aus der Sucht. „Rückblickend hätte es mir wahnsinnig geholfen, zu sehen, dass man es schaffen kann. Dass ein Leben möglich ist, in dem nicht die Gedanken andauernd um den Körper und das Essen kreisen, in dem man sich selbst nicht so sehr hasst, dass man immer weniger werden will. Darum erzähle ich meine Kranken- und meine Heilungsgeschichte, um anderen Mut zu machen“, sagt die Autorin, die in Berlin lebt. Seit ihrem 13. Lebensjahr litt Sonja Vukovic unter Essstörungen, erst Bulimie, dann Anorexie, später einer Mischform aus beidem.

„Ich habe als junges Mädchen geglaubt, dass ich nur geliebt werde, wenn man mich schön findet. Ich wurde gemobbt, war eine Außenseiterin, und weil ich es mir nicht anders erklären konnte, dachte ich, es liege an meinem damaligen Übergewicht“, so Vukovic. „Heute weiß ich, dass es eigentlich meine Unsicherheit war. Mein Vater ist Alkoholiker, meine Mutter lebte lange in leidvoller Co-Abhängigkeit. Ich hatte lange ein instabiles Elternhaus und konnte nie das ausbauen, was man Urvertrauen nennt – ein Vertrauen in mich und die Welt. Das habe ich mit der Magersucht versucht zu kompensieren. Etwas zu kontrollieren, während ich innerlich immer wieder die Kontrolle über Gedanken und Gefühle verlor, das ließ mich lange stark fühlen, obwohl ich es nicht war.“

Erst nach drei Jahren, als ihr während eines Schüleraustauschs in den USA bei einer Brechattacke die Toilette verstopft und so buchstäblich ihr Problem aus dem Geheimen an die Oberfläche kommt, wird die Erkrankung von Vukovics Umfeld und Familie erkannt. Es folgen eine ambulante Therapie, fast drei Monate stationäre Behandlung, in der Sonja Vukovic zum Teil zwangsernährt wurde, zwei Jahre in einer Wohngemeinschaft für essgestörte Mädchen.

„Raus aus der Sucht, das muss man selbst wollen, man muss selbst kämpfen, das kann einem niemand abnehmen, das ist richtig. Das Problem ist: Gerade in den schweren Anfängen, in denen man sich seiner Krankheit stellt, kann man es nicht immer wollen. Um gesund werden zu wollen, braucht man ein Gefühl des Selbstwertes. Der Selbstliebe. Des Selbstvertrauens. Und genau daran mangelt es ja. Darum tut man sich so etwas ja überhaupt an. Alleine schafft man das nicht aus dieser Zwickmühle. Man braucht Begleiter, die da sind, wenn man es gerade alleine nicht kann, die aber auch eigene Grenzen ziehen, wenn ihnen alles zu viel wird. Das ist komplex, aber es ist sehr wichtig“, erläutert die heute 33-Jährige.

„Lesungen und Diskussionsrunden wie die Veranstaltungsreihe ‚Forum Essstörungen‘ sind deshalb sehr wichtig, um Betroffenen und auch Angehörigen Gehör zu schenken und zu zeigen: es geht“, führt die Autorin weiter aus. Gleichzeitig betont sie: „Ich kann kein Pauschalrezept dafür liefern, wie man wieder gesund wird. Meine Geschichte ist eine von vielen, die keinen Anspruch auf Gemeingültigkeit erhebt. Aber sie trägt hoffentlich dazu bei, das Tabu mit dem Essstörungen nach wie vor belastet sind, aufzubrechen.“

Veranstaltet wird das Forum Essstörungen vom Bezirksklinikum Ansbach und dem Gesundheitsamt des Landkreises Ansbach. Die Lesung findet am Mittwoch, den 14. November, um 19.00 Uhr in den Kammerspielen Ansbach statt. Anschließend stehen neben der Autorin Sonja Vukovic auch Dr. Hans-Jürgen Schulz, Oberarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Bezirksklinikum Ansbach und Isolde Imschloss von der Kontaktgruppe „Strohhalm“ des Gesundheitsamts für Fragen zur Verfügung. Der Eintritt ist frei, Sitzplatzreservierungen sind nicht möglich.

Die Zahl der Betroffenen steigt

Laut dem Bayerischen Landesamt für Statistik wurden im Jahr 2014 in den bayerischen Krankenhäusern 3.177 vollstationäre Behandlungen von Patienten mit psychisch bedingten Essstörungen durchgeführt, rund 2,3 Prozent mehr als 2013 und 44 Prozent mehr als im Jahr 2000. Betroffen waren dabei nahezu ausschließlich Mädchen und junge Frauen (93,8 Prozent).

Je früher Betroffene und Angehörige Hilfe suchen, desto besser stehen die Chancen für eine Bewältigung der Erkrankung. Die Kontaktgruppe „Strohhalm“ sowie die Institutsambulanz des Bezirksklinikums Ansbach stehen als erste Ansprechpartner zur Verfügung.

So lädt die Kontaktgruppe „Strohhalm“ regelmäßig zu Gruppenabenden ein, an denen sich Betroffene im geschützten Rahmen untereinander austauschen können. Eine speziell für Angehörige eingerichtete Gruppe, bietet auch Familienangehörigen von Betroffenen Unterstützung an.

Auf der psychosomatischen Station des Bezirksklinikums Ansbach bekommen Patientinnen eine mehrwöchige stationäre Therapie, die im Anschluss daran in der Tagesklinik fortgesetzt werden kann, um die Betroffenen weiter zu stabilisieren.

Über die Autorin Sonja Vukovic

Sonja Vukovic hat als Journalistin mit Schwerpunkt Biografie, Gesellschaftskritik und Sozialpolitik bereits für "Die Welt", "stern.de" und "Spiegel" geschrieben. Sie wurde mit dem "Grimme Online Award" und dem "Axel-Springer-Preis" ausgezeichnet. 2013 erschien ihr internationaler Bestseller "Christiane F. - Mein zweites Leben", anschließend „Gegessen“ und „Außer Kontrolle – unsere Kinder, ihre Süchte und was wir dagegen tun können“ bei Bastei Lübbe. Nach dem Aufbau der "F. Foundation für Suchtprävention und -aufklärung“ schreibt sie nun an weiteren Büchern und unterrichtet an Grundschulen Medien- und Computerkompetenz. Heute lebt Sonja Vukovic in Berlin und ist Mutter einer 3-jährigen Tochter.

Vortrag zum Thema Depressionen

Ansbach, 26.10.2018 – Am Dienstag, 6. November 2018, findet um 19.00 Uhr im Fortbildungsraum des Therapiezentrums am Bezirksklinikum Ansbach wieder ein Treffen der Gruppe für Angehörige psychisch Erkrankter und Interessierte statt.

Dr. Hans-Jürgen Schulz, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, hält einen Vortrag zum Thema „Depressionen: Ursachen – Symptome – Therapie“. Anschließend steht der Referent für Fragen zur Verfügung.

Veranstaltet werden die regelmäßigen Treffen der Angehörigengruppe von der Institutsambulanz am Bezirksklinikum Ansbach. Ziel ist es, Angehörigen von psychisch Erkrankten Hilfestellung und Unterstützung für den Alltag zu geben.

Weitere Informationen zur Angehörigengruppe erteilt Thomas Gruner, Krankenpfleger für Psychiatrie, unter 0981 4653-1251.

Bezirkskliniken Mittelfränken präsentieren sich auf Messe

Nürnberg, 24.10.2018 – „Aus der Region für die Region“ unter diesem Motto steht nicht nur die Halle 1, in welcher sich der diesjährige Stand der Bezirkskliniken Mittelfranken befindet, sondern auch das täglich wechselnde Programm. Mit acht Kliniken und zwei Heimen sind die Bezirkskliniken Mittelfranken eins der größten Klinikunternehmen der Region. Vom 27. Oktober bis 4. November erhalten Besucherinnen und Besucher vielfältige Informationen über das Behandlungsangebot, die Anti-Stigma-Kampagne und die verschiedenen ambulanten und stationären, wohnortnahen Anlaufstellen. Zudem erwartet Interessierte ein täglich wechselndes Angebot:

Samstag, 27. Oktober
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums am Europakanal zeigen am Eröffnungstag verschiedene Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen. Außerdem können die Messebesucher sich über Progressive Muskelrelaxion sowie Schlafhygiene informieren oder beim Gehirnjogging und dem „Rush Hour Spiel“ aktiv mitmachen. Darüber hinaus ist die Trainerin für Deeskalationsmanagement vor Ort und gibt Tipps im Umgang mit Aggression in Zusammenhang mit verschiedenen Krankheitsbildern.

Sonntag, 28. Oktober
Klangschalentherapie erleben oder Qi Gong-Übungen ausprobieren: das können Besucherinnen und Besucher am zweiten Messetag. Ein Team der Frankenalb-Klinik Engelthal bereitet Geschicklichkeitsspiele und Konzentrationsübungen vor und informiert beispielweise über Burn-Out und das Behandlungsangebot vor Ort. Zudem besteht die Möglichkeit eine Bio-Feedback-Analyse machen zu lassen oder das „Gehörmemory“ zu testen.

Montag, 29. Oktober
„Fit im Alter“ – unter diesem Motto steht der Montag am Stand der Bezirkskliniken Mittelfranken. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik für Geriatrische Rehabilitation in Ansbach klären über Behandlungsmöglichkeiten, beispielsweise nach einem Sturz oder einem Schlaganfall, auf. Mit Hilfe eines Balance-Sensors können Interessierte ihren Gleichgewichtssinn oder das Sturzrisiko testen. Das Team teste zudem die Vitalzeichen und zeigt Übungen zur Feinmotorik.

Dienstag, 30. Oktober
Die Medienkompetenz- und Achtsamkeitsgruppe der Kinder-und Jugendpsychiatrie aus Ansbach steht am Vormittag des vierten Messetags für Mitmachübungen und Informationen bereit. Am Nachmittag wird es tierisch: die Therapiehunde Kira und Spitha sind am Stand. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erklären, wie die Vierbeiner im Rahmen der Therapie eingesetzt werden. Ganztägig beantwortet Chefarzt Dr. Andreas Meyer die Fragen der Besucherinnen und Besucher.

Mittwoch, 31. Oktober
An diesem Tag informieren Lehrkräfte der Berufsfachschule für Krankenpflege in Erlangen über die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger. Zwei Auszubildende führen die Besucherinnen und Besucher zudem durch einen „Rauschbrillen-Parcours“ oder zeigen, wie richtige Handhygiene funktioniert. Am Übungstorso können die Messegäste ihr Wissen über Anatomie bei einem Quiz unter Beweis stellen.

Donnerstag, 1. November
Um Konzentrations- und Gedächtnisstörungen geht es am Feiertag. Wie kann ich als Angehöriger unterstützen? Darüber informiert das Team des Bezirksklinikums Ansbach. Darüber hinaus stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Haus 7, Alkoholentwöhnung, führen einen Alkoholtest durch oder zeigen mit Hilfe der Rauschbrille, wie es sich anfühlt betrunken zu sein. Zudem informieren sie über das Behandlungsangebot.

Freitag, 2. November
Blutdruck, Puls, Sauerstoffsättigung können Interessierte durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berufsfachschule für Krankenpflege Ansbach messen lassen. Zudem erhalten Interessierte Infos über das Ausbildungsangebot und die Schule.

Samstag, 3. November
Aktiv mitmachen können die Besucherinnen und Besucher beim „Neurologie-Parcours“: an vier Stationen geht es um Balance, Kognition, Geruchssinn und Stabilität. Das Team des Zentrums für Neurologie und Neurologische Rehabilitation aus Erlangen informiert über das Behandlungsangebot, Chefarzt Dr. Friedrich von Rosen beantwortet hierzu Fragen.

Sonntag, 4. November
Am letzten Messetag wird es kulinarisch. Die Küchenteams der Bezirkskliniken Mittelfranken zaubern für die Messebesucher hausgemachte Kürbissuppe sowie einen marinierten Rohkost-Gemüsestroh-Salat. Des Weiteren informieren Diätberater über saisonale Gemüse und gesunde Ernährung.

 

 

Vortragsreihe Seelische Gesundheit im Gespräch

Nürnberg, 22.03.2017 –  Der Mensch ist ein soziales Wesen und daher nicht gerne auf Dauer alleine. Beziehungen sind wichtig für uns, da sie uns Sicherheit geben. Wir brauchen andere Menschen, denen wir vertrauen können und mit denen wir Krisen meistern und gemeinsame Momente erleben können. 

„Bei der Geburt entsteht die erste Bindung, nämlich zur Mutter. Diese ist entscheidend dafür, wie wir unsere späteren Beziehungen und Bindungen gestalten“, erklärt Dr. Christina Stößel. Die Menschen sind jedoch verschieden, es gibt unterschiedliche Bindungstypen. Außerdem haben sowohl bestimmte Hormonkonstellationen als auch Persönlichkeitsfaktoren Einfluss auf sozialen Bindungen. „Menschen unterscheiden sich auch darin, welchen Einfluss beispielsweise Trennungen auf das psychische Wohlbefinden haben – von der normalen Trauerreaktion bin hin zur Entwicklung einer Depression ist alles möglich“, erklärt Dr. Christina Stößel. 

Wie die verschiedenen Phasen von Beziehungen verlaufen und wie diese sozialen Bindungen die Psyche beeinflussen können, darüber spricht Dr. Christina Stößel in ihrem Vortrag am Montag, 27. März 2017, mit anschließender Fragerunde im Caritas-Pirckheimer-Haus, Königstraße 64, Nürnberg, Großer Saal, von 18:30 – 20:00 Uhr (Einlass um 18:00 Uhr). 

Interessierte sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. 

Vortragsreihe Seelische Gesundheit

Nürnberg, 14.03.2017 –  Computerspiele sind ein Wachstumsmarkt in der Unterhaltungsindustrie. In Online-Rollenspielen wie „World of Warcraft“ tauchen die Spieler in eine virtuelle Welt ein, bei Spielen wie Pokémon-Go verschwimmen sogar die Grenzen zwischen der echten und der virtuellen Welt. Durch die technische Weiterentwicklung können diese Spiele mittlerweile nicht mehr nur vom heimischen Computer sondern mithilfe des Smartphones von überall aus gespielt werden. 

„Computerspiele werden häufig so konzipiert, dass sie bestimmte psychologische Mechanismen ansprechen“, erklärt Dr. Maximilian Krinninger, Oberarzt im Klinikum am Europakanal in Erlangen. „Experten gehen davon aus, dass beim Konsum dieser Spiele im Gehirn Stoffe freigesetzt werden, die ähnlich stark abhängig machen können wie Kokain oder Heroin“, fügt Dr. Krinninger hinzu. Diese Abhängigkeit hat soziale Folgen: Die Schulnoten leiden oder die Leistungen am Arbeitsplatz werden schlechter. Häufig leiden Angehörige und Freunde unter dem sozialen Rückzug der Betroffenen. Doch Computerspielsucht ist eine anerkannte Krankheit, die behandelt werden kann. 

Wie es dazu kommt, dass Computerspiele abhängig machen und was man dagegen tun kann, darüber spricht Dr. Maximilian Krinninger in seinem Vortrag am Montag, 20. März 2017, mit anschließender Fragerunde im Caritas-Pirckheimer-Haus, Königstraße 64, Nürnberg, Großer Saal, von 18:30 – 20:00 Uhr (Einlass um 18:00 Uhr). Interessierte sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. 

Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe „Seelische Gesundheit im Gespräch“, die bereits zum siebten Mal von den Bezirkskliniken Mittelfranken organisiert wird. Die Vorträge finden an vier aufeinander-folgenden Montagen (06. – 27. März 2017) jeweils von 18:30 – 20:00 Uhr im Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg statt. Bei dem letzten Vortrag geht es um die Frage, wie Beziehungen auf die Psyche wirken. 

Einen kurzen Einblick in das Thema bietet Dr. Krinninger in diesem Video:
https://www.youtube.com/watch?v=88JkqL6k4sg

Vortragsreihe Seelische Gesundheit

Nürnberg, 07.03.2017 – Bei Schmerzen mal schnell eine Tablette einwerfen - Medikamente scheinen oft eine schnelle und unkomplizierte Lösung zu sein. Viele von uns greifen bei Schmerzen oder Unwohlsein zu Tabletten, Tropfen oder ähnlichem. Bei psychischen Krankheiten wie beispielsweise Depression oder Angst geht es jedoch um mehr als eine kurzfristige Besserung der Beschwerden. 

„Eine medikamentöse Behandlung sollte bei psychischen Krankheiten immer mit einer engmaschigen ärztlichen und psychotherapeutischen Behandlung kombiniert werden“, rät Prof. Dr. Thomas Kraus, Chefarzt der Frankenalb-Klinik Engelthal. Denn der regelmäßige Gebrauch von Medikamenten kann auch zu einer Abhängigkeit und damit zu weiteren psychischen Problemen füh-ren. 

Bei schweren Erkrankungen sind Medikamente jedoch oftmals notwendig, um eine tiefergehende Psychotherapie überhaupt beginnen zu können. „Wichtig ist, dass der Patient selbst von der Medikamenteneinnahme überzeugt ist und sich im Hinblick auf die Wirkung und mögliche Nebenwirkungen gut mit seinem behandelnden Arzt bespricht“, betont Prof. Kraus.  

Wie eine medikamentöse Behandlung bei psychischen Erkrankungen am besten aussehen soll, darüber spricht Prof. Dr. Thomas Kraus, Chefarzt der Frankenalb-Klinik Engelthal in seinem Vortrag am Montag, 13. März 2017, mit anschließender Fragerunde im Caritas-Pirckheimer-Haus, Königstraße 64, Nürnberg, Großer Saal, von 18:30 – 20:00 Uhr (Einlass um 18:00 Uhr). Inte-ressierte sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. 

Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe „Seelische Gesundheit im Gespräch“, die bereits zum siebten Mal von den Bezirkskliniken Mittelfranken organisiert wird. Die Vorträge finden an vier aufeinander-folgenden Montagen (06. – 27. März 2017) jeweils von 18:30 – 20:00 Uhr im Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg statt. Bei den nachfolgenden Vorträgen geht es um Computer-Sucht sowie um die Frage, wie Beziehungen auf die Psyche wirken. 

Einen kurzen Einblick in das Thema bietet Prof. Kraus in diesem Video:
https://www.youtube.com/watch?v=2dwHxbrReiY

Vortragsreihe Seelische Gesundheit

Nürnberg, 28.02.2017 – Mindestens eine von hundert Personen der Allgemeinbevölkerung erkrankt einmal im Leben an einer Psychose. Charakteristisch für diese seelische Erkrankung sind Veränderungen im Denken und Wahrnehmen, der Stimmung, der Leistungsfähigkeit und des Verhaltens gegenüber anderen Menschen. 

„Frühe Anzeichen einer Psychose können eine verminderte Leistungsfähigkeit, eine labile Stimmung und Probleme im Gespräch und Zusammenleben mit anderen Menschen sein“, erklärt Prof. Dr. Mathias Zink, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Bezirksklinikum Ansbach. Später können dann Angst, Misstrauen, Wahnvorstellungen oder Wahrnehmungstäuschungen (wie Stimmenhören) hinzukommen. 

„Genetische Eigenschaften und Prozesse der frühen Gehirnentwicklung können das Risiko für eine Psychose erhöhen. Zur vollen Ausprägung der Erkrankung kommt es dann meist im späten Jugend- und frühen Erwachsenenalter, wenn die Hirnentwicklung abgeschlossen wird und besondere Stressfaktoren einwirken“, erläutert Prof. Zink. Behandelt werden kann die psychische Störung mithilfe von Medikamenten und einer Verhaltenstherapie, die dabei hilft, das eigene Denken, die Stimmung und das Verhalten wieder mehr in die eigene Kontrolle zu bringen. 

Wie das Gehirn in einer Psychose tickt, darüber spricht Prof. Dr. Mathias Zink in seinem Vortrag am Montag, 06.März 2017, mit anschließender Fragerunde im Caritas-Pirckheimer-Haus, Königstraße 64, Nürnberg, Großer Saal, von 18:30 – 20:00 Uhr (Einlass um 18:00 Uhr). Interessierte sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. 

Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe „Seelische Gesundheit im Gespräch“, die bereits zum siebten Mal von den Bezirkskliniken Mittelfranken organisiert wird. Die Vorträge finden an vier aufeinander-folgenden Montagen (06. – 27. März 2017) jeweils von 18:30 – 20:00 Uhr im Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg statt. Bei den nachfolgenden Vorträgen geht es um den Nutzen von Medikamen-ten bei psychischen Erkrankungen, um Computer-Sucht sowie um die Frage, wie Beziehungen auf die Psyche wirken. 

Einen kurzen Einblick in das Thema bietet Prof. Zink in diesem Video: https://www.youtube.com/watch?v=XvQmURp7HzM

Ausstellung im Klinikum am Europakanal

Erlangen, 27.02.2017– „Selbsthilfe zeigt Gesicht“ lautet der Titel der Ausstellung, die ab Montag, 6. März 2017, im Foyer des Klinikums am Europakanal in Erlangen zu sehen sein wird. Die Ausstellung zeigt Porträts von Menschen, die sich in Selbsthilfegruppen engagieren und ist ein Gemeinschaftsprojekt von KISS Mittelfranken und Studentinnen der Evangelischen Hochschule Nürnberg. 

Zu sehen sind beispielsweise Vertreter von Selbsthilfegruppen, die sich mit den Themen Burn-Out, Depression, Angst, oder Sucht beschäftigen. Außerdem gibt die Ausstellung einen Überblick über die Arbeit der Selbsthilfegruppen und Kontaktmöglichkeiten für Interessierte.

„Neben ärztlicher Hilfe ist es oft die Hilfe zur Selbsthilfe und der Austausch mit Gleichgesinnten der Betroffenen in schwierigen Lebensphasen hilft“, sagt Helmut Nawratil, Vorstand der Bezirkskliniken Mittelfranken. „Uns ist es deshalb wichtig, öffentlich auf psychische Krankheiten aufmerksam zu machen und gleichzeitig auf das große Engagement der Selbsthilfegruppen hinzuweisen“, so Nawratil. 

Die Ausstellung ist Teil einer Anti-Stigma-Kampagne der Bezirkskliniken Mittelfranken. Dabei weisen auffällige Plakatmotive auf psychische Erkrankungen hin und werfen die Frage auf: Wo ist die Grenze zwischen „normal“ und psychisch krank (www.wo-ist-die-grenze.de)? Ziel ist es, klarzumachen, dass psychische Erkrankungen „normal“ sind und jeden treffen können. Menschen sollen sich mit psychischen Erkrankungen auseinandersetzen und dadurch Vorurteile und Vorbehalte gegenüber psychisch Kranken, deren Angehörigen oder Mitarbeitern der Psychiatrie abbauen. 

Die Ausstellung wird drei Wochen lang im Klinikum am Europakanal in Erlangen und anschließend vom 27. März – 21. April in der Frankenalb-Klinik in Engelthal zu sehen sein. 

Ärzte informieren über psychische Erkrankungen

Nürnberg, 23.02.2017 –  Ein gesunder Körper ist wichtig – ein gesunder Geist jedoch mindestens genauso. Viel mehr Menschen, als man landläufig meint, leiden an psychischen Erkrankungen. Aktuellen Studien zufolge erkrankt jeder fünfte Mensch im Laufe seines Lebens an einer Depression. Psychische Erkrankungen beeinflussen das Leben der Betroffenen stark. Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, in der Schule oder in der Partnerschaft können folgen. Häufig kommen auch körperliche – sogenannte psychosomatische Beschwerden – hinzu. Auch die Angehörigen leiden sehr, wenn ein geliebter Mensch psychisch krank wird. Häufig werden sie dann zusätzlich mit Vorur-teilen und Vorbehalten gegenüber psychisch Kranken konfrontiert. Doch psychische Krankheiten sind „normal“, sie gehören ebenso zum Alltag wie körperliche Krankheiten und können jeden treffen. 

Die Bezirkskliniken Mittelfranken veranstalten deshalb bereits zum siebten Mal die kostenlose Vortragsreihe zur Seelischen Gesundheit in Nürnberg. Ärztinnen und Ärzte aus den Kliniken in Ansbach, Erlangen und Engelthal sprechen darüber, wie psychische Krankheiten erkannt und behandelt werden können. Mehrere hundert Besucherinnen und Besucher nutzten bei den vergangenen Veranstaltungen bereits die Möglichkeit, mit den Experten ins Gespräch zu kommen. 

Die Reihe im Frühjahr findet an vier aufeinanderfolgenden Montagen jeweils von 18:30 – 20:00 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr) statt. Veranstaltungsort ist erstmalig das Caritas-Pirckheimer-Haus in der Innenstadt in Nürnberg (Königstraße 64, 90402 Nürnberg). 

Interessierte sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. 

Die einzelnen Vorträge im Überblick: 

Zeit: immer montags von 18:30 – 20:00Uhr
Ort: Caritas-Pirckheimer-Haus, Königstraße 64, 90402 Nürnberg

Montag, 06. März 2017: „Wie tickt das Gehirn in der Psychose?“, Prof. Dr. Mathias Zink, Chefarzt im Bezirksklinikum Ansbach 

Montag, 13. März 2017: „Psychische Krankheiten – wie können Medikamente helfen?“, Prof. Dr. Thomas Kraus, Chefarzt der Frankenalb-Klinik Engelthal 

Montag, 20. März 2017: „ Warum machen Computerspiele süchtig?“, Dr. Maximilian Krinninger, Oberarzt im Klinikum am Europakanal Erlangen 

Montag, 27. März 2017: „Wie wirken Beziehungen auf die Psyche?“, Dr. Christina Stößel, Oberärztin in der Frankenalb-Klinik Engelthal 

Der Film „Mängelexemplar“ soll über psychische Krankheiten aufklären

Wann ist man eigentlich „normal“? Ab wann gilt man als irre oder verrückt? Jeder Mensch geht mit Krisen in seinem Leben anders um – nicht immer ist klar zu beurteilen, welche Reaktionen gesund und welche krankhaft sind. Und gehört ein bisschen Verrücktheit nicht auch zum Leben dazu? 

Diese und andere Fragen wirft der Film „Mängelexemplar“ auf, den die Bezirkskliniken Mittelfranken und der Krisendienst Mittelfranken, zusammen mit den sozialpsychiatrischen Diensten, in insgesamt acht mittelfränkischen Orten zeigen. 

Der 2016 erschienen Film „Mängelexemplar“ beruht auf dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Sarah Kuttner. Hauptperson im Film ist eine junge Frau, die sehr emotional ist und sich selbst nicht unter Kontrolle hat. Als sie deshalb ihren Job verliert und auch die besten Freunde nichts mehr von ihr wissen wollen stürzt sie sich voll Übereifer in eine Therapie – und macht gerade dann alles falsch. Zwischen Lebenskrisen, Panikattacken, Borderline und Depression muss sie feststellen, dass es nicht leicht ist ein Problem zu lösen, wenn man es selbst ist. 

Wenn Menschen psychisch krank werden, haben sowohl die Betroffenen selbst als auch die Angehörigen neben der Belastung durch die Krankheit oft zusätzlich mit Vorurteilen und falschen Klischees zu kämpfen. Die Filmreihe „Irre Nächte“ soll die Zuschauer darauf aufmerksam machen, dass psychische Erkrankungen „normal“ sind und jeden treffen können und damit einen Beitrag gegen die Stigmatisierung psychisch kranker Menschen leisten. 

Im Anschluss an die Filmvorführungen diskutieren deshalb Mediziner, Psychologen und Sozialpädagogen mit dem Publikum über den Film und beleuchten dabei verschiedene Aspekte psychischer Erkrankungen. 

Die Veranstaltungsorte und-zeiten im Überblick: 

Nürnberg, 6. März, 18:00 Uhr, Casablanca

Bad Windsheim, 8. März, 19:00 Uhr, Central Lichtspiele 

Nürnberg, 14. März, 18:00 Uhr, Filmhauskino 

Altdorf, 14. März, 19:00 Uhr, Wichernhaus

Hersbruck, 15. März, 19:00 Uhr, Citykino 

Erlangen, 15. März, 19:00 Uhr, E-Werk 

Fürth, 21. März, 19:00 Uhr, Uferpalast 

Weißenburg, 22. März, 18:00 Uhr, Kinocenter 

Ansbach, 27. März, 19:30 Uhr, Theater Ansbach – Kino 

Erlangen, 6. April, 18:00 Uhr, Lamm-Lichtspiele 

Der Eintritt ist frei, Reservierungen sind nicht möglich. 

Kunstaustellung natural.digital

Erlangen, 17.01.2017 - Das neue Jahr startet mit Kunst in der Klinik. Von Sonntag, 22. Januar 2017 bis Sonntag, 26. Februar 2017 wird im Foyer des A-Gebäudes im Klinikum am Europakanal Erlangen täglich von 10 bis 17 Uhr die Kunstausstellung „natural.digital“ gezeigt. 

Die Ausstellung „natural.digital“ zeigt zeitgenössische Interpretationen des Themas Landschaft als Gegenüberstellung zweier unterschiedlicher künstlerischer Standpunkte. Naturalistische Landschaftsfotografie steht dabei im Kontrast zu künstlerischen Interpretationen von Landschaften im digitalen Kontext.

Für „natural“ steht die Landschaftsfotografin Anna Franke. Die studierte Geografin ist seit 2014 freiberuflich als Fotografin und Autorin tätig. Mit Ihren Bildern will sie einzigartigen Naturschauplätzen eine Bühne geben und den Blick für den Facettenreichtum der Erde weiten. Gezeigt werden Dokumentar- und Naturfotografien. 

Für „digital“ steht der gelernte Holzbildhauer und Diplom BAUHAUS Künstler Sebastian Hertrich. Im Zeitalter der digitalen Durchdringung sämtlicher Lebensbereiche steht die Frage nach der Position des Menschen und der Natur im Zentrum seines künstlerischen Schaffens. Gezeigt werden Skulpturen und Platinen-Intarsienarbeiten. 

Unterstützt wird die Ausstellung vom Förderverein Kunstzeit Erlangen-Büchenbach. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, junge Kunststudenten und Absolventen von Kunsthochschulen bei Ihren freiberuflichen Tätigkeiten zu fördern. 

Alle Interessierten sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei. 

Chefarzt erklärt, wie Depressionen bei Kindern entstehen

Nürnberg, 11.10.2016 – Depression bei Erwachsenen ist inzwischen ein vieldiskutiertes Thema, doch auch Kinder und Jugendliche können von dieser schwerwiegenden psychiatrischen Erkrankung betroffen sein. Die Krankheit wird jedoch nicht immer erkannt. 

„Im Durchschnitt liegen bei Kindern und Jugendlichen neun Monate zwischen dem Auftreten der ersten Symptome und einer Krankheitsdiagnose. Schätzungen zufolge wird die Krankheit überhaupt nur in der Hälfte  der Fälle erkannt“, beklagt Dr. Andreas Meyer, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Bezirksklinikum Ansbach. Eine Depression zeigt sich bei Kindern - anders als bei Erwachsenen – meist nur im Verhalten, da Kinder Ihre Gefühle noch nicht so gut in Worte fassen können. Die Ursachen sind vielfältig, es können beispielsweise der Tod eines Elternteils, die Schei-dung der Eltern oder eine körperliche Erkrankung sein. 

„Tatsächlich tritt bei Kindern in vielen Fällen auch eine spontane Heilung ohne Behandlung auf – allerdings ist Gefahr, innerhalb weniger Jahre wieder an einer Depression zu erkranken dann besonders hoch“, erklärt Dr. Meyer. Eine Therapie muss dabei nicht immer mit einer Gabe von Medikamenten verbunden sein. „Wenn überhaupt Medikamente gegeben werden, dann immer nur in Verbindung mit einer Psychotherapie“, so Dr. Meyer.  

Über Depressionen bei Kindern spricht Dr. Andreas Meyer in seinem Vortrag am Dienstag, 18. Oktober 2016, mit anschließender Fragerunde im Haus Eckstein, Burgstraße 1-3, Raum E.01, von 18:30 bis 20:00 Uhr (Einlass um 18:00 Uhr). Interessierte sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. Die Plätze sind begrenzt, Sitzplatzreservierungen nicht möglich.

Einen kurzen Einblick in das Thema bietet Dr. Meyer in diesem Video: www.youtube.com/watch?v=rHiXHyWGReQ

Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe "Seelische Gesundheit im Gespräch", die bereits zum sechsten Mal von den Bezirkskliniken Mittelfranken organisiert wird. Die Vorträge finden an vier aufeinanderfolgenden Dienstagen (4.-25. Oktober 2016) jeweils von 18:30 - 20:00 Uhr im Haus Eckstein in Nürnberg statt. Bei dem noch folgenden Vortrag geht es um Angst, Panik und Phobie. 

Mehr Informationen zu den Themen und Referenten finden Sie auf der Internetseite www.bezirkskliniken-mfr.de/veranstaltungen

Chefarzt erklärt, was eine Psychose ist

Nürnberg, 06.10.2016 – Mindestens eine von hundert Personen der Allgemeinbevölkerung erkrankt einmal im Leben an einer Psychose. Charakteristisch für diese seelische Erkrankung sind Veränderungen im Denken und Wahrnehmen, der Stimmung, der Leistungsfähigkeit und des Verhaltens gegenüber anderen Menschen. 

„Frühe Anzeichen einer Psychose können eine verminderte Leistungsfähigkeit, eine labile Stimmung und Probleme im Gespräch und Zusammenleben mit anderen Menschen sein“, erklärt Prof. Dr. Mathias Zink, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Bezirksklinikum Ansbach. Später können dann Angst, Misstrauen, Wahnvorstellungen oder Wahrnehmungstäuschungen (wie Stimmenhören) hinzukommen. 

„Genetische Eigenschaften und Prozesse der frühen Gehirnentwicklung können das Risiko für eine Psychose erhöhen. Zur vollen Ausprägung der Erkrankung kommt es dann meist im späten Jugend- und frühen Erwachsenenalter, wenn die Hirnentwicklung abgeschlossen wird und besondere Stressfaktoren einwirken“, erläutert Prof. Zink. 

Behandelt werden kann die psychische Störung mithilfe von Medikamenten und einer Verhaltenstherapie, die dabei hilft, das eigene Denken, die Stimmung und das Verhalten wieder mehr in die eigene Kontrolle zu bringen. 

Wie das Gehirn in einer Psychose tickt, darüber spricht Prof. Dr. Mathias Zink in seinem Vortrag am Dienstag, 11. Oktober 2016, mit anschließender Fragerunde im Haus Eckstein, Burgstraße 1-3, Raum E.01, von 18:30 bis 20:00 Uhr (Einlass um 18:00 Uhr). Interessierte sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. Die Plätze sind begrenzt, Sitzplatzreservierungen nicht möglich.

Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe „Seelische Gesundheit im Gespräch“, die bereits zum sechsten Mal von den Bezirkskliniken Mittelfranken organisiert wird. Die Vorträge finden an vier aufeinan-derfolgenden Dienstagen (4. – 25. Oktober 2016) jeweils von 18:30 – 20:00 Uhr im Haus Eckstein in Nürnberg statt. Die zwei nachfolgenden Themen sind Depression bei Kindern sowie Angst, Panik und Phobie. 

Mehr Informationen zu den Themen und Referenten finden Sie auf der Internetseite www.bezirkskliniken-mfr.de/veranstaltungen. 

Einen kurzen Einblick in das Thema bietet Prof. Zink in diesem Video: www.youtube.com/watch?v=XvQmURp7HzM

Chefarzt erklärt, wie die Ernährung unsere psychische Gesundheit beeinflusst

Nürnberg, 27.09.2016 – Ob das ausgiebige Sonntagsfrühstück, die schnelle Mittagspause im Büro oder ein Restaurantbesuch am Abend – unsere Nahrungsaufnahme bestimmt unseren Tagesablauf. Wir essen, um satt zu werden, aber auch aus Langeweile, Frust oder um soziale Beziehungen zu pflegen. 

„Ohne es zu wissen, beeinflussen wir unsere Seele ständig mit Hilfe der Nahrung“, erklärt Prof. Thomas Kraus, Chefarzt der Frankenalb-Klinik Engelthal. Die Nahrungsmittel- und Vitaminindustrie gibt uns große Versprechen, wie wir unser Aussehen verbessern oder unsere Leistung steigern können. Doch welche Erkenntnisse sind wissenschaftlich bewiesen? Helfen Vitamine gegen Depressionen und wirkt Ginko wirklich gegen Demenz?

Wie wir mit einer guten Ernährung unsere psychische Gesundheit fördern und im Falle einer Krankheit den Heilungsvorgang unterstützen können, darüber spricht Prof. Dr. Thomas Kraus, Chefarzt der Frankenalb-Klinik Engelthal in seinem Vortrag am Dienstag, 04. Oktober 2016, mit anschließender Fragerunde im Haus Eckstein, Burgstraße 1-3, Raum E.01, von 18:30 bis 20:00 Uhr (Einlass ist um 18:00 Uhr). Interessierte sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. Die Plätze sind begrenzt, Sitzplatzreservie-rungen nicht möglich.

Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe „Seelische Gesundheit im Gespräch“, die bereits zum sechsten Mal von den Bezirkskliniken Mittelfranken organisiert wird. Die Vorträge finden an vier aufeinanderfolgenden Dienstagen (4. – 25. Oktober 2016) jeweils von 18:30 – 20:00 Uhr im Haus Eckstein in Nürnberg statt. Die drei nachfolgenden Themen sind Psychose, Depression bei Kindern sowie Angst, Panik und Phobie. 

Mehr Informationen zu den Themen und Referenten finden Sie auf der Internetseite www.bezirkskliniken-mfr.de/veranstaltungen

Am Wochenende bieten die Bezirkskliniken ein abwechslungsreiches Programm zum Thema Älter werden

Ansbach, den 09.09.2016 - Auch am Wochenende ist am Stand des Bezirksklinikums Ansbach auf der Kontakta ein abwechslungsreiches Programm geboten. Der Samstag steht unter dem Thema „Fit im Alter“.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik für Geriatrische Rehabilitation informieren zum Behandlungsangebot, mit dem ältere Menschen zum Beispiel nach einem Sturz oder einem Schlaganfall wieder fit für ein Leben zu Hause gemacht werden sollen. Interessierte haben außerdem die Möglichkeit, ihr Gleichgewicht und Sturzrisiko zu testen oder ihre Vitalzeichen kontrollieren zu lassen.

Am Sonntag stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bereichs Gerontopsychiatrie der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik ihre Station vor. Auch hier können Besucher ganz praktischen Nutzen daraus ziehen, indem sie zum Beispiel an einem computergestützten Konzentrations- und Gedächtnistest teilnehmen. Besonders Mutige sind eingeladen, am Parcours „Älter werden ist nichts für Feiglinge“ teilzunehmen.

Ebenfalls dabei ist der Zauberer Helmuto, der große und kleine Besucher mit seinen Tricks in den Bann zieht.

Zu finden ist der Stand der Bezirkskliniken Mittelfranken in der Halle G, er ist vom 7. bis 11. September von 10 bis18 Uhr besetzt. 

Ausstellung in der Kirche des Klinikums am Europakanal Erlangen

Erlangen, 08.09.2016  - Am Sonntag, 18. September 2016 findet um 10 Uhr ein Gottesdienst in der Kirche im Klinikum am Europakanal statt, bei dem die Ausstellung „Über-Wunden“ von Herbert Küfner eröffnet wird.

Die Ausstellung  zeigt drei zusammenhängende Zyklen zum Mensch-Sein. Es geht um menschliches Leid, menschliche Tugend und die heilenden Geistesgaben Gottes. „Es gibt im Glaube die Zuversicht, dass auch das Schlimmste, was es auf Erden geben mag, heute schon ansatzweise und einmal ganz überwunden sein wird“, erklärt der Künstler sein Ausstellungskonzept. In der Ausstellung sind wie bei einem Webstück die vier philosophischen Kardinal-Tugenden verwoben mit Andeutungen heutigen Leids, die persönlich und fast unendlich erweitert werden könnten und Geistesgaben Gottes, die dazu anregen in neuer Weise mit den Wunden umzugehen.

Am Freitag, den 23. September lädt Küfner außerdem von 16:00 – 17:00 Uhr zur gemeinsamen Begegnung und zum Austausch über die Bilder.

Herbert Küfner war von 2000 bis 2014 Pfarrer an der Martin-Luther-Kirche in Erlangen-Büchenbach. Zum Malen kam er über ein Austellungsprojekt der Kunsttherapie des Klinikums am Europakanal in seiner Kirche. Die sprechenden, spontanen Bilder psychisch kranker Menschen zeigten für ihn, dass jeder und jede kreative Begabungen hat, die es nur zu entdecken gilt. Seitdem malt er in unterschiedlichen Techniken, meist in einem assoziierenden Stil, der dem unbewussten Prozess bei der Bildentstehung Raum lässt. Eine starke, kreative Kraftquelle wurde das Malen für ihn, als vor mehr als zehn Jahren die Parkinson-Krankheit bei ihm diagnostiziert wurde. „Es hilft mir, meine Krankheit gut anzunehmen, manches im Malen zu verarbeiten, insgesamt kreativ zu bleiben, immer noch positiv mit neuen Erfahrungen im Leben zu rechnen“, beschreibt Küfner. 

Die Ausstellung ist vom 18. September bis 27. November 2016 täglich von 8:00 – 19:00 Uhr in der Kirche im Klinikum am Europakanal Erlangen zu besichtigen. 

Am dritten Messetag informiert die Kinder- und Jugendpsychiatrie über ihr Angebot

Ansbach, 08.09.2016 - Am dritten Messetag der Kontakta, Freitag, den 9. September 2016, stellt sich die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie vor. Der Chefarzt der Klinik, Dr. Andreas Meyer, beantwortet direkt am Stand die Fragen der Besucherinnen und Besucher. Gemeinsam mit Mitarbeiterinnen seiner Klinik erklärt er das umfassende Behandlungsangebot.

Begleitet werden sie dabei am Vormittag von zwei Therapiehunden aus der Klinik. Die Mitarbeiter erklären, wie Therapie mit Tieren funktioniert und wie mithilfe der Hunde die Behandlung von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen verbessert werden kann.

Nachmittags können die Besucher dann Wissenswertes zum Thema Medienkompetenz erfahren.

Große und kleine Besucher können sich nachmittags außerdem wieder von den spannenden Tricks des Zauberers Helmuto „verzaubern“ lassen.

 

Zu finden ist der Stand der Bezirkskliniken Mittelfranken in der Halle G, er ist vom 7. bis 11. September von 10 bis18 Uhr besetzt. 

Die Präventionsambulanz am Bezirksklinikum Ansbach informiert auf der Kontakta

Ansbach, 07.09.2016 – Gewalt verhindern bevor es zu einer Straftat kommt: Dieses Ziel hat die Präventionsambulanz der Klinik für Forensische Psychiatrie am Bezirksklinikum Ansbach.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informieren am zweiten Messetag, Donnerstag, den 8. September, am Stand der Bezirkskliniken Mittelfranken über ihr Behandlungsangebot und wollen mit einem informativen Quiz Vorurteile und Missverständnisse rund um das Thema Psychiatrie und psychische Erkrankungen aufklären.

Auch an diesem Tag wird der Zauberer Helmuto am Stand sein und Groß und Klein verzaubern.

Zu finden ist der Stand der Bezirkskliniken Mittelfranken in der Halle G, er ist vom 7. bis 11. September von 10 bis18 Uhr besetzt. 

Morgen startet die Kontakta – Bezirksklinikum Ansbach informiert über Alkoholentwöhnung

Ansbach, 06.09.2016 – Wissenswertes rund um das Thema Alkohol erfahren Besucherinnen und Besucher am ersten Tag der Kontakta am Stand der Bezirkskliniken Mittelfranken. Interessierte können an einem Alkoholquiz teilnehmen und mit sogenannten „Rauschbrillen“ einen Alkoholrausch simulieren, um zu erkennen, wie sich die eigene Wahrnehmung dabei verändert. Darüber hinaus informieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Suchtrehabilitation über die Behandlungsangebote ihrer Station.

Zauberer Helmuto wird außerdem die kleinen und großen Messebesucher mit seiner Fingerfertigkeit zum Staunen bringen.

Zu finden ist der Stand der Bezirkskliniken Mittelfranken in der Halle G, er ist vom 7. bis 11. September von 10 bis18 Uhr besetzt. 

Beziehungen aus medizinischer Sicht

Engelthal, 01.09.2016 – Der Mensch ist ein soziales Wesen und daher nicht gerne auf Dauer alleine. Beziehungen sind wichtig für uns, da sie uns Sicherheit geben. Wir brauchen andere Menschen, denen wir vertrauen können und mit denen wir Krisen meistern und gemeinsame Momente erleben können.

„Bei der Geburt entsteht die erste Bindung, nämlich zur Mutter. Diese ist entscheidend dafür, wie wir unsere späteren Beziehungen und Bindungen gestalten“, erklärt Dr. Christina Stößel. Am Dienstag, den 13. September 2016, von 18:00 – 19:30 Uhr hält die Oberärztin in der Frankenalb-Klinik Engelthal einen Vortrag zu „Beziehungen aus medizinischer Sicht“. Im Vortrag geht es darum, welche verschiedenen Bindungstypen es aus psychologischer Sicht gibt, welchen Einfluss Persönlichkeitsfaktoren und Hormone auf Bindungen haben und wie die Phasen einer Beziehung verlaufen. Außerdem wird diskutiert, an welchen Stellen sich Schwierigkeiten oder Probleme in einer Beziehung entwickeln können und welchen Einfluss eine Trennung auf das psychische Wohlbefinden haben kann – von der normalen Trauerreaktion bis hin zur Entwicklung von Depressionen.

Der Vortrag mit anschließender Diskussion richtet sich an alle Interessierten und findet im Multifunktionsgebäude (am Veranstaltungstag ausgeschildert) in der Frankenalb-Klinik Engelthal statt. Der Eintritt ist frei. 

Medizinische Vortragsreihe startet im Herbst

Nürnberg, 30.08.2016 – „Burn-Out“ bekommen nur Manager, hyperaktive Kinder sind schlecht erzogen und Menschen mit einem Suchtproblem haben einfach keine Disziplin. So oder ähnlich können Vorurteile lauten, die sich bei psychischen Erkrankungen hartnäckig halten. Auch bei Anschlägen oder Amokläufen machen schnell Mutmaßungen über die psychische Verfassung der Täter die Runde.

Ein wichtiger Schritt zum Abbau von Vorurteilen sind fundierte Informationen zu den Krankheitsbildern. Psychische Erkrankungen gehören ebenso zum Alltag wie körperliche Krankheiten und können jeden treffen. Die Bezirkskliniken Mittelfranken veranstalten deshalb bereits zum sechsten Mal die kostenlose Vortragsreihe zur Seelischen Gesundheit im Haus Eckstein in Nürnberg. Chefärzte aus den Kliniken in Ansbach, Erlangen und Engelthal sprechen darüber, wie psychische Krankheiten erkannt und behandelt werden können. Mehrere hundert Besucherinnen und Besucher nutzten bei den vergangenen Veranstaltungen bereits die Möglichkeit, mit den Experten ins Gespräch zu kommen. 

Die Reihe im Herbst findet an vier aufeinanderfolgenden Dienstagen, jeweils von 18:30 – 20:00 Uhr im Haus Eckstein, Burgstraße 1-3 in Nürnberg statt.Interessierte sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. Die Plätze sind begrenzt, Sitzplatzreservierungen nicht möglich.

 

Die einzelnen Vorträge im Überblick: 

Zeit: immer dienstags, zwischen 18:30 -20:00 Uhr 
Ort: Haus Eckstein, Burgstraße 1-3, 90403 Nürnberg 


Dienstag, 4. Oktober 2016: "Macht Essen glücklich?"
Prof. Dr. Thomas Kraus, Chefarzt der Frankenalb-Klinik Engelthal

Dienstag, 11. Oktober 2016: "Wie tickt das Gehirn in der Psychose?"
Prof. Dr. Mathias Zink, Chefarzt im Bezirksklinikum Ansbach

Dienstag, 18. Oktober 2016: "Können Kinder depressiv sein?"
Dr. Andreas Meyer, Chefarzt Kinder- und Jugendpsychiatrie im Bezirksklinikum Ansbach
Dienstag, 25. Oktober 2016: "Was tun gegen Angst, Panik und Phobie?"
Dr. Andreas Ahnert, Chefarzt im Klinikum am Europakanal 

Das Bezirksklinikum Ansbach präsentiert sich auch in diesem Jahr auf der Kontakta

Ansbach, 25.08.2016 - Psychische Erkrankungen gehören zum Alltag. Das zeigen die vielfältigen Themen, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bezirksklinikums Ansbach auf der diesjährigen Kontakta vorstellen werden. An den fünf Messetagen können interessierte Messebesucherinnen und -besucher unter anderem ihr Wissen zum Thema Alkohol auffrischen, etwas über Forensik und Psychiatrie erfahren, zwei Therapiehunde der Kinder- und Jugendpsychiatrie kennenlernen und an einem computergestützten Gedächtnistraining teilnehmen. Darüber hinaus informiert die Klinik für Geriatrische Rehabilitation darüber, wie man Pflegebedürftigkeit vermeidet und testet das Gleichgewicht sowie das Sturzrisiko.

Zusätzlich wird an allen Tagen der Ansbacher Zauberer Helmuto die Besucher am Stand mit seinen Tricks und Kunststücken begeistern. Zu finden ist der Stand der Bezirkskliniken Mittelfranken in der Halle G, er ist vom 7. bis 11. September von 10 bis18 Uhr besetzt. 

Im Folgenden finden Sie das komplette Programm:

Mittwoch, 07.09.2016
Alkoholentwöhnung: Test mit Rauschbrillen, Alkoholquiz
Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

Donnerstag, 08.09.2016
Präventionsambulanz: Quiz rund um Psychiatrie und Prävention
Klinik für Forensische Psychiatrie

Freitag, 09.09.2016
Gedächtnistraining am Computer, Medienkompetenz, Fragen an den Chefarzt Dr. Meyer, Vorstellung der Therapiehunde Kira und Spitha
Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters

Samstag, 10.09.2016
Informationen und Tipps zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit, Test des Gleichgewichts und Sturzrisikos, Vitalzeichenkontrolle, Vorstellung der Behandlungsangebote der Klinik
Klinik für Geriatrische Rehabilitation

Sonntag, 11.09.2016
Gerontopsychiatrie: Vorstellung der Stationsangebote, computergestützter Gedächtnis- und Konzentrationstest, Parcours „Älter werden ist nichts für Feiglinge“ 
Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik