„Platz für Lebensmutige“ Ansbach, 07.11.2018

Ansbach, 07.11.2018 – Ein gewinnendes Lächeln, ein selbstbewusster Blick in die Kamera, Dienstfahrrad und Notfallset in Reichweite vor dem Festsaal des Bezirksklinikums Ansbach: So blickt seit 2. November 2018 Ceren Şen, Stationsärztin im Bezirksklinikum Ansbach, von zahlreichen Plakatwänden in Ansbach und Nürnberg.

Ceren Şen, Assistenzärztin im Bezirksklinikum Ansbach, ist das Gesicht der Bezirkskliniken Mittelfranken im Rahmen der Kampagne „Platz für…“ der Metropolregion Nürnberg, bei der Menschen aus dem Großraum Nürnberg ihre berufliche und private Geschichte erzählen. So soll Nürnberg und das Umland als attraktiver, sympathischer Platz für talentierte und engagierte Menschen aus aller Welt vorgestellt werden, der Platz für unterschiedlichste Lebensmodelle bietet.

„In Deutschland haben wir jedes Jahr einen Bedarf an 400.000 Fachkräften, der nur über Immigration und Integration gelöst werden kann“, sagt Dr. Christa Standecker, Geschäftsführerin der Metropolregion Nürnberg. „Mit unserer Imagekampagne werben wir seit 2016 erfolgreich für die Metropolregion Nürnberg, mit dem Ziel, dass Fachkräfte wie Ceren Şen hier eine neue Heimat finden.“

Von der Mittelmeermetropole Izmir ins fränkische Ansbach

Als Ärztin Menschen in Not zu helfen - dieses Ziel hat sich Ceren Şen, die in Izmir in der Türkei geboren wurde, bereits als Schülerin gesetzt. Jetzt lebt die 28-Jährige ihren Berufstraum in der Metropolregion. Seit 2016 arbeitet sie als Stationsärztin in den Bezirkskliniken Mittelfranken.

Die Zeit ihrer Hospitation in Ansbach hat Şen noch gut in Erinnerung. „Man lernt viele Arbeitsfelder kennen - von der Gerontopsychiatrie bis zur Suchttherapie.“ Ebenso angetan ist die junge Ärztin von der Atmosphäre: „Ich wurde sehr herzlich aufgenommen. Ein paar Kollegen schickten mir gleich WhatsApp-Nachrichten und haben mich ermutigt, hier anzufangen.“

Heute ist die 28-Jährige als Stationsärztin am Standort Ansbach auf der Drogenentgiftungsstation tätig und befindet sich im zweiten Jahr ihrer Qualifizierung zur Fachärztin für Psychiatrie und Psy-chotherapie. Sie will ihren Teil dazu beitragen, die Psychiatrie von ihrem Stigma zu befreien: „Eine offene Herangehensweise kann die Haltung der Gesellschaft gegenüber psychisch Kranken verän-dern.“

„Wir sind sehr stolz darauf, dass wir Frau Şen für diese Kampagne gewinnen konnten,“ betont Dr. Matthias Keilen, 1. Vertreter des Vorstands. „Frau Şen steht für die zahlreichen ausländischen Ärzte, die wir mittlerweile in den Bezirkskliniken beschäftigen. Ohne diese Frauen und Männer, die ihren beruflichen Traum in Deutschland verwirklichen wollen, wäre die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten aufgrund des Ärztemangels deutlich schwieriger,“ führt Matthias Keilen weiter aus. „Es freut mich sehr, wenn die Integration dieser engagierten Ärztinnen und Ärzte dann so toll klappt wie bei Frau Şen und beide Seiten davon profitieren.“