Krankenhaus – da dürften die meisten zuerst an Pflegefachkräfte sowie Ärztinnen und Ärzte denken. Doch wussten Sie, dass die BM circa 260 Therapeutinnen und Therapeuten beschäftigt? (Stand: Juli 2025) Hinzu kommen Mitarbeitende aus weiteren sozialen Berufen, beispielsweise der Psychologie und Psychotherapie, der Sozialpädagogik, dem Erziehungsdienst und der Heilerziehungspflege. Unsere Mitarbeitenden entdecken ihren Beruf teils neu, vor allem durch den Perspektivwechsel, den die Arbeit mit psychisch und neurologisch erkrankten Patientinnen und Patienten mit sich bringt.
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Die therapeutische Bandbreite ist im Klinikverbund enorm. Mitarbeitende aus der Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie, Arbeitstherapie, Motopädie, Sport- und Bewegungstherapie, Tanz- und Atemtherapie, Kunst- und Musiktherapie sowie Masseurinnen und Masseure bringen Ihr Fachwissen ein, um gemeinsam individuelle Behandlungskonzepte für unsere Patientinnen und Patienten zu entwickeln. Die Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen erfordert neben Fachwissen vor allem Offenheit gegenüber vielfältigen Lebensentwürfen und -situationen von Menschen in seelischen Krisen. Auch ein echtes Interesse am Gegenüber ist zentrale Voraussetzung für die therapeutische Beziehung.
„Meine eigene Biografie war nicht immer geradlinig; damals haben mir einzelne Menschen sehr geholfen. Heute habe ich das Gefühl, etwas zurückgeben zu können. Ich kann mein Wissen und meine Erfahrungen einbringen und vielleicht dem ein oder anderen Patienten mit individueller Lebensgeschichte und Biografie dabei helfen, wieder im Leben zurechtzukommen.“ - Matthias Wannick, seit August 2025 Garten- und Landschaftsbauer Arbeitstherapie-Außenanlagenpflege in der Klinik für Forensische Psychiatrie, Klinikum am Europakanal Erlangen
„Im Grunde ist der Mensch für mich wie ein Garten – voller Potenzial und vielfältig. In der Arbeit mit den Patienten geht es nicht darum, wer welche Leistung bringt, wie im klassischen Landschaftsbau. Bei uns geht es darum zu sehen: Was machen die Patienten gern? Der eine blüht auf, wenn er mit Maschinen arbeitet, der andere liebt filigrane Tätigkeiten.“ - Arnd Käding, seit Nov. 2024 Gärtnermeister Arbeitstherapie-Außenanlagenpflege in der Klinik für Forensische Psychiatrie, Klinikum am Europakanal in Erlangen
„Im therapeutischen Bereich zu arbeiten, ist eine Herausforderung und zugleich eine große Verantwortung. Gleichzeitig bietet sich die Chance, sich selbst weiterzuentwickeln. Die therapeutische Arbeit ist unglaublich wichtig für unsere Gesellschaft – und wenn man daran mitwirken darf, kann einem das persönlich sehr viel zurückgeben.“ - Matthias Wannick
„Einen klassischen Arbeitstag gibt es bei uns nicht – und genau das liebe ich an der neurologischen Rehabilitation. Jeder Patient ist individuell, 0815-Konzepte gibt es nicht. Wir schauen uns die Patienten an, keiner ist gleich, auch wenn die Diagnosen dieselben sind.“ - Markus Zöllner, Masseur und Medizinischer Bademeister, seit 1998 im Zentrum für Neurologische Rehabilitation
„Sicher hätte ich auch in einer Physiotherapie-Praxis arbeiten können. In der Klinik jedoch sehe ich die Patienten jeden Tag, teilweise über Monate hinweg. Diese Nähe, Häufigkeit und Intensität hat man in einer Praxis nicht.“ - Nina Kühnl, Physiotherapeutin, seit 2022 im Zentrum für Neurologische Rehabilitation
„Die Arbeit prägt mich und lässt mich jeden Tag wachsen. An der Uni habe ich nicht wirklich gelernt, wie man mit Menschen mit psychischen Erkrankungen umgeht, höchstens theoretisch. Die Erfahrungen im Arbeitsalltag und Fortbildungen helfen, um in allen Situationen angemessen reagieren zu können.“ - Philipp Stahlmann, seit Oktober 2024 Sporttherapeut in der Klinik für Forensische Psychiatrie, Klinikum am Europakanal Erlangen
„Ich finde es spannend, Menschen mit psychischen Erkrankungen zu körperlicher Aktivität zu motivieren und sie individuell zu fördern. Auch wenn ich noch nicht lange hier arbeite, bin ich schon jetzt gespannt, was mich erwartet – und ich wurde von Anfang an wirklich super aufgenommen.“ - Michelle Latteyer, seit September 2025 Sporttherapeutin in der Klinik für Forensische Psychiatrie, Klinikum am Europakanal Erlangen
„Aushalten, Befähigen, Durchhalten“ wäre ein passender Wahlspruch für unsere Arbeit. Dies kann durchaus auch kräftezehrend sein, da die Fortschritte unserer Bewohnerinnen und Bewohner oft klein sind. Aber wir vom Sozialdienst sind geübt im Aus- und Durchhalten von Emotionen, Eigenheiten und Gesprächen. Also: Immer am Ball bleiben, damit die psychische Stabilität unserer Bewohnerinnen und Bewohner nicht nur erreicht wird, sondern auch von Dauer ist." - Ramona Engerer, Sozialpädagogin im Soziotherapeutischen Wohnheim Ansbach
Im Zentrum der therapeutischen Arbeit steht, Menschen mit psychischen und neurologischen Erkrankungen so zu begleiten, dass sie ihre Stärken (wieder) entdecken, ihre Selbstständigkeit im Alltag wiedererlangen und Bewältigungsstrategien entwickeln – immer orientiert an dem, was für sie persönlich wichtig und erreichbar ist.
Für die ganzheitliche Versorgung von Patientinnen und Patienten sind auch Teams aus dem sozialpädagogischen und psychologischen Dienst, der Heilerziehungspflege sowie dem Erziehungsdienst (in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie in den Soziotherapeutischen Wohnheimen) unerlässlich. Auch sie wirken bei der klinischen Diagnostik und der Umsetzung der individuell geplanten Therapien maßgeblich mit und sind im Gespann unserer interdisziplinären Belegschaft ein zentrales Element. Und: Auch Lehrer finden im Klinikverbund der BM ein interessantes Aufgabenfeld: In unseren Forensischen Kliniken sowie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie unterstützen qualifizierte Lehrkräfte die Patientinnen und Patienten dabei, einen Schulabschluss zu erreichen.
Weitere starke Benefits bei den Bezirkskliniken Mittelfranken
In der Behandlung psychisch oder neurologisch erkrankter Menschen sind Ihre therapeutischen Angebote keine Ergänzung, sondern integraler Bestandteil des ganzheitlichen Behandlungskonzeptes. Ob Ergo-, Logo-, Kunst-, Musik- oder Bewegungstherapie – diese Bausteine helfen dabei, Zugänge zu schaffen, Ausdruck zu ermöglichen und Handlungsspielräume zu eröffnen.
Im psychiatrischen Setting für Therapie erhalten Sie Zeit, um wirklich hinzuschauen. Die Freiheit, kreativ zu arbeiten. Und das Vertrauen, das einem die Patientinnen und Patienten schenken. Dabei erleben Sie täglich, wie Ihre therapeutische Arbeit dazu beiträgt, Lebensqualität zurückzugeben und neue Perspektiven aufzuzeigen.
Sie haben fachliche Fragen? Unser Recruiting-Team bringt Sie gerne mit der zuständigen Therapieleitung an Ihrem Wunschstandort oder im gewünschten Fachbereich in Kontakt.

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Headerbild, Porträtfotos (Bildergalerie, Kurzinterview): © Tim Tittel, Bezirkskliniken Mittelfranken