Wer sich in der Weiterbildung zum Facharzt/Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie befindet, erlangt in der Regel nur Basiskenntnisse in forensischer Psychiatrie. Doch all diejenigen, die während ihrer beruflichen Laufbahn für sich feststellen, als Psychiater/Psychiaterin in der Forensik arbeiten zu wollen, haben die Chance, sich aufbauend auf der Facharztweiterbildung Psychiatrie und Psychotherapie entsprechend zu spezialisieren. Die Schwerpunktbezeichnung „Forensische Psychiatrie“ ist über die Ärztekammern oder die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) zu erwerben.
Zu den Aufgaben der forensischen Psychiatrie gehört es, psychisch kranke Straftäterinnen und Straftäter zu beurteilen sowie psychiatrisch zu versorgen und sich dabei sicher im Spannungsfeld zwischen Behandlungsauftrag und Rechtsnormen zu bewegen. Möchten Sie diese Herausforderung annehmen?
Die Bezirkskliniken Mittelfranken schließen zwei engagierte und innovative zertifizierte forensische Kliniken ein, die sich zur Aufgabe gemacht haben, psychisch kranke Rechtsbrechende nach modernen integrativen Therapiekonzepten zu behandeln und zu betreuen.
Das Klinikleitbild baut auf den Grundsätzen eines ressourcenorientierten und ethisch-humanistisch ausgerichteten Behandlungsansatzes auf. Zudem legen die Kliniken Wert auf den nationalen und internationalen Austausch und beteiligt sich aktiv an Fortbildungen und Forschungsprojekten.
Unsere Kliniken und Standorte:
Grundsätzlich können Ärztinnen und Ärzte, aufbauend auf der Facharztweiterbildung Psychiatrie und Psychotherapie, die Schwerpunktweiterbildung Forensische Psychiatrie durchlaufen.
Für die Ansbacher Forensische Psychiatrie ist die Weiterbildungsbefugnis bei der Bayerischen Landesärztekammer beantragt.
In der Forensischen Psychiatrie Erlangen hält Chefarzt Herr Dr. Janele eine Weiterbildungsbefugnis für die Facharztweiterbildung Psychiatrie und Psychotherapie für 24 Monate (Stand: April 2025 | keine Anrechnung weiterer Zeiten in Forensischen Kliniken nach WBO 2004) und eine volle Weiterbildungsbefugnis für die Facharztweiterbildung mit Schwerpunktbezeichnung Forensische Psychiatrie für 36 Monate nach WBO 2004 (24 Monate nach WBO 2021 | Übergangsregelung bis 2027) - inne.
Lerninhalte der Weiterbildung im Schwerpunkt Forensische Psychiatrie sind unter anderem¹:
Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in
Übrigens: Ein Jahr der Weiterbildung lässt sich üblicherweise überlappend für beide Spezialisierungen, also Psychiatrie und Psychotherapie sowie Forensische Psychiatrie, anrechnen. Dies gilt, sofern die Ärztin/der Arzt während des Weiterbildungsjahres in einer Einrichtung arbeitet, welche beide Fachrichtungen bedient.
Eine, wenn nicht die wichtigste, Ressource eines Klinikverbundes ist die Kompetenz und das Fachwissen seiner Mitarbeitenden. Neben einem Arbeitsverhältnis nach den Bestimmungen des TV-Ärzte/VKA mit den üblichen Leistungen des öffentlichen Dienstes und einem unterstützenden und fördernden Arbeitsklima bieten wir Kolleginnen und Kollegen ein Forum, in dem sie sich stetig weiterentwickeln können. Sowohl beruflich, als auch persönlich.
Darüber hinaus bieten wir weitere Benefits für unser forensischen Ärztinnen und Ärzte, unter anderem:
Arbeiten bei den BM – unsere Mitarbeiterangebote

Gebietsbezeichnung Psychiatrie und Psychotherapie
Schwerpunkt Forensische Psychiatrie (BLÄK)
Maßregelvollzugsleitung
Klinik für Forensische Psychiatrie Bezirksklinikum Ansbach
Sekretariat
Telefon: 0981 4653-1006
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Forensische Psychiatrie (Schwerpunkt Bayerische Landesärztekammer und DGPPN-Zertifikat)
Suchtmedizinische Grundversorgung
Chefarzt Klinik für Forensische Psychiatrie Erlangen
Chefarztsekretariat
Telefon: 09131 753-2393

Quelle:
¹Bayerische Landesärztekammer: Schwerpunkt Forensische Psychiatrie. URL: www.blaek.de/weiterbildung/qualifikationen-nach-der-weiterbildungsordnung/schwerpunkt-forensische-psychiatrie (Stand: 24.04.2024)
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