Ansbach - Essstörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen – insbesondere bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Hinter auffälligem Essverhalten verbergen sich oft tiefe seelische Belastungen, ein geringes Selbstwertgefühl oder der Wunsch nach Kontrolle. Da die Erkrankungen häufig unbemerkt bleiben und schwerwiegende Folgen haben können, sind Aufklärung, Prävention und frühzeitige Hilfe von besonderer Bedeutung. Aus diesem Grund laden das Bezirksklinikum Ansbach und die Beratungsstelle „Strohhalm“ am Gesundheitsamt Ansbach ein zum
22. Forum Essstörung
am Mittwoch, den 30. September 2026, um 19.00 Uhr,
in die Kammerspiele Ansbach
(Maximilianstraße 29, 91522 Ansbach).
In diesem Jahr erwartet die Besucherinnen und Besucher zum Thema: „Wenn der Körper schreit, aber die Seele schweigt“ eine Vorführung der Tanzkompanie Dance Company eMotion e.V., themenbezogene Fachvorträge und eine anschließenden Gesprächsrunde.
Ziel der Veranstaltung ist es, das Bewusstsein für Essstörungen zu stärken, den Austausch zwischen Fachkräften, Betroffenen und der Öffentlichkeit zu fördern und dem Publikum einen Blick hinter das Schweigen zu ermöglichen. Fachvorträge aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten die vielfältigen Hintergründe und Auswirkungen von Essstörungen. Im Mittelpunkt stehen dabei folgende Themen:
- Familiäre Spannungen und Konflikte in Beziehungen - zwischen Erwartungen, Nähe und Missverständnissen
Referentin: Martina Hartmann, Dipl.-Sozialpädagogin (FH), Gesundheitsamt Ansbach
- Innere Zerrissenheit und Ablehnung des eigenen Körpers - zwischen Wunsch nach Kontrolle und dem Gefühl, nicht gut genug zu sein
Referenten:
Dr. Ivo Straßer, Oberarzt, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Bezirksklinikum Ansbach
Florian Herzog, Arzt in Weiterbildung, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Bezirksklinikum Ansbach
Jutta Zwingel, app. Kinder- u. Jugendlichenpsychotherapeutin, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Bezirksklinikum Ansbach
- Social Media - zwischen ständigem Vergleich und Schönheitsidealen
Referent: Gerald Preuß, Psychologischer Psychotherapeut, Bezirksklinikum Ansbach
Zusätzlich ermöglicht das Tanzensemble Dance Company eMotion e.V. einen besonderen Zugang zu den Themen. In der stummen Darbietung entstehen durch Bewegung, Ausdruck und Atmosphäre Einblicke in innere Welten von Betroffenen, die sonst verborgen bleiben. Die künstlichere Darstellung ergänzt die Fachvorträge und veranschaulicht die komplexen, menschlichen Hintergründe von Essstörungen.
Im Anschluss an die Fachvorträge und die Tanzaufführung lädt eine offene Gesprächsrunde zum Austausch ein. Interessierte haben die Gelegenheit, Fragen zu stellen, mit den Referentinnen und Referenten ins Gespräch zu kommen und die behandelten Themen gemeinsam zu vertiefen.
Der Eintritt ist kostenlos.
Weitere Informationen können Sie auch hier nachlesen.
Über die Veranstalter
Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Bezirksklinikum Ansbach
Im Bereich Psychotherapie und Psychosomatik behandelt die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Bezirksklinikum Ansbach Menschen, die unter seelisch bedingten Beschwerden leiden. Dazu gehören auch Essstörungen. Belastungssituationen oder Ängste. Das Team besteht aus Fachkräften im Bereich Medizin, Psychologie, Pflege, Sozialpädagogik sowie Psychotherapie und bietet Betroffenen eine ganzheitliche Betreuung und Therapie.
Kontaktgruppe „Strohhalm“ am Gesundheitsamt Ansbach
Eine Anlaufstelle für Betroffene von Essstörungen sowie deren Angehörige ist die Beratungsstelle „Strohhalm“ am Gesundheitsamt Ansbach. Ein niederschwelliger Zugang soll die Kontaktaufnahme erleichtern. Es werden regelmäßig sowohl Gruppenangebote für Betroffene und für Angehörige als auch Einzelberatung angeboten.
Über die Dance Company eMotion e.V.
Die Dance Company eMotion e.V. ist eine semiprofessionelle Tanzkompanie aus Ansbach, gegründet Anfang 2021 und geleitet von Andrea Greul. Das Ensemble greift Themen auf, mit denen Betroffene und Angehörige konfrontiert sind – nicht mit Worten, nicht mit Text: In der Bewegung, im tänzerischen Ausdruck wird eindrucksvoll sichtbar, was ungesagt bleibt oder nicht gesagt werden kann.
