Mittelfranken - Was bedeutet es, wenn eine Suchterkrankung das eigene Leben bestimmt? Wie kann der Weg zurück in den Alltag gelingen? Und was hilft Betroffenen dabei, neue Perspektiven zu entwickeln?
Mit der Kinoreihe „Filmriss in Mittelfranken“ laden die Bezirkskliniken Mittelfranken, der Krisendienst Mittelfranken und die Psychosozialen Suchtberatungsstellen auch in diesem Jahr dazu ein, sich auf besondere Weise mit dem Thema Suchterkrankungen auseinanderzusetzen.
An insgesamt acht Veranstaltungsorten in Mittelfranken wird vom 4. November bis 1. Dezember 2026 der französische Film „DIE GUTEN UND DIE BESSEREN TAGE“ von Elsa Bennett und Hippolyte Dard gezeigt. Im Anschluss an jede Filmvorführung gibt es eine Gesprächsrunde mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Medizin, Psychologie und Sozialpädagogik.
Ein Film über Sucht, Freundschaft und den Mut zum Neuanfang
Im Mittelpunkt des Films steht Suzanne. Nach einem Autounfall verliert sie das Sorgerecht für ihre Kinder. Um ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, muss sie sich ihrer Alkoholsucht stellen und eine Entzugstherapie beginnen. In der Klinik trifft sie auf Alice und Diane – zwei Frauen mit ihren ganz eigenen Geschichten.
Als Teil der Therapie soll Sport die drei Frauen zusammenbringen. Sportlehrer Denis hat dafür eine ungewöhnliche Idee: Er möchte die Frauen für die Teilnahme an einer Dünen-Rallye in der marokkanischen Wüste gewinnen. Was zunächst wenig erfolgversprechend erscheint, entwickelt sich zu einem gemeinsamen Abenteuer. Die drei Frauen lernen, sich gegenseitig zu unterstützen, über sich hinauszuwachsen und neue Kraft zu schöpfen.
„DIE GUTEN UND DIE BESSEREN TAGE“ verbindet die Auseinandersetzung mit Alkoholsucht mit einer Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und die Möglichkeit eines Neuanfangs. Der Film eröffnet einen persönlichen Zugang zu einem Thema, das viele Menschen betrifft – Betroffene ebenso wie Angehörige, Freunde und das persönliche Umfeld.
Nach dem Film: gemeinsam ins Gespräch kommen
Nach der Filmvorführung ist Raum für Austausch und Diskussion. Die Expertinnen und Experten aus Medizin, Psychologie und Sozialpädagogik greifen zentrale Themen des Films auf, ordnen die dargestellten Situationen fachlich ein und beantworten Fragen aus dem Publikum.
Dabei darf es ausdrücklich persönlich werden: Besucherinnen und Besucher können eigene Erfahrungen einbringen, Fragen stellen oder sich gemeinsam über die Inhalte und Eindrücke des Films austauschen. Die Gesprächsrunden sollen informieren, sensibilisieren und zeigen, welche Unterstützungsmöglichkeiten es für Menschen mit Suchterkrankungen und deren Angehörige gibt.
Acht Termine in Mittelfranken
Fürth | Kino Uferpalast
Mittwoch, 04. November 2026, 18.00 Uhr
Würzburger Str. 2, 90762 Fürth
Nürnberg | Filmkunsttheater Casablanca
Dienstag, 10. November 2026, 18.00 Uhr
Brosamerstr. 12, 90459 Nürnberg
Neustadt an der Aisch | Kino NEA
Dienstag, 10. November 2026, 19.00 Uhr
Untere Waaggasse 1a, 91413 Neustadt an der Aisch
Ansbach | Kammerspiele
Dienstag, 17. November 2026, 19.00 Uhr
Maximilianstr. 27, 91522 Ansbach
Altdorf | Brauhaus Altdorf
Dienstag, 17. November 2026, 19.00 Uhr
Hagenhausener Str. 6, 90518 Altdorf
Erlangen | E-Werk Kulturzentrum
Mittwoch, 18. November 2026, 18.00 Uhr
Fuchsenwiese 1, 91054 Erlangen
Treuchtlingen | Central Kino und Kultur
Donnerstag, 26. November 2026, 17.30 Uhr
Goethestr. 9, 91757 Treuchtlingen
Schwabach | Luna Theater
Dienstag, 01. Dezember 2026, 19.00 Uhr
Neutorstr. 1, 91126 Schwabach
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Eine Sitzplatzreservierung ist nicht möglich.
Alle Termine, Veranstaltungsorte und weitere Informationen zur Kinoreihe gibt es unter: www.bezirkskliniken-mfr.de/filmriss/
Filmriss in Mittelfranken – ein Film, ein Thema, viele Perspektiven.
