Wo sich Menschen wohlfühlen, entsteht Raum für persönliche Entwicklung, Selbstständigkeit und Teilhabe. Mit dem Neubau einer modernen Wohnanlage für 24 Menschen mit seelischen Behinderungen schaffen die Bezirkskliniken Mittelfranken in Ansbach die Voraussetzungen dafür. In dem beschützenden Bereich der Sozialpsychiatrischen Einrichtung Ansbach (SPA) werden künftig jeweils sechs Bewohnerinnen und Bewohner in vier Wohngruppen gemeinsam leben. Mindestens 14 Bewohnerplätze sind für Menschen mit intensiven Betreuungsbedarf vorgesehen. Das neue Gebäude wird als Modulbau errichtet. Für das Bauprojekt investieren die Bezirkskliniken Mittelfranken rund 15,5 Millionen Euro. Der Umzug ist für das Jahr 2027 geplant.
Dr. Matthias Keilen, Vorstand Medizin der Bezirkskliniken Mittelfranken freut sich, dass der Neubau die besonderen Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner berücksichtigt: „Der Neubau bedeutet für unsere Bewohnerinnen und Bewohner einen spürbaren Zugewinn an Lebensqualität. Ruhige Einzelzimmer mit Blick ins Grüne, neue Therapieräume, klare Strukturen und Farbkonzepte, und ein schön angelegter Garten schaffen ein Umfeld, in dem sie sich sicher und gut aufgehoben fühlen können. Das sind wichtige Voraussetzungen für eine erste Stabilisierung, aber auch für die Entwicklung zu mehr Selbstständigkeit“.
Peter Daniel Forster, Bezirkstagspräsident von Mittelfranken und Vorsitzender des Verwaltungsrates der Bezirkskliniken Mittelfranken, sieht im Neubau zudem eine gesellschaftliche Verpflichtung: „Wie wir als Gesellschaft mit Menschen umgehen, die auf besondere Unterstützung angewiesen sind, sagt viel über unser Miteinander aus. Der Neubau der Sozialpsychiatrischen Einrichtung in Ansbach ist deshalb weit mehr als ein Bauprojekt. Der Bezirk Mittelfranken unterstützt dieses Vorhaben ausdrücklich, weil es Menschen mit seelischen Behinderungen einen Lebensort bietet, der Sicherheit, Teilhabe und persönliche Entwicklung ermöglicht. Das ist gelebte Inklusion und gesellschaftliche Verantwortung.“
30. Jubiläum und Neubenennung
Neben dem Spatenstich feiert die Sozialpsychiatrische Einrichtung Ansbach dieses Jahr auch einen runden Geburtstag. Seit 30 Jahren ist sie Teil des Leistungsspektrums der Bezirkskliniken Mittelfranken. Zu ihren Aufgaben gehört es primär, Menschen mit seelischer Behinderung Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Um klarer aufzuzeigen, dass dieses Angebot zur Eingliederungshilfe gehört, wurde das ehemalige Soziotherapeutische Wohnheim Ansbach vor kurzem in Sozialpsychiatrische Einrichtung Ansbach umbenannt.
Neue Perspektive für Offenen Bereich
Neben dem Neubau für den beschützenden Bereich wurde auch für den offenen Bereich der Sozialpsychiatrischen Einrichtung Ansbach eine zukunftsorientiere Lösung gefunden. Die Bewohnerinnen und Bewohner können in eine Einrichtung des AWO Bezirksverbandes Ober- und Mittelfranken ziehen. Dort profitieren sie von einer deutlichen besseren Anbindung an weiterführenden Unterstützungsangeboten wie z.B. ambulant betreute Wohngruppen und erhalten passgenaue Perspektiven für ihren weiteren Weg in Richtung Selbstständigkeit. Zugleich bietet das Wohnumfeld außerhalb eines Klinikgeländes günstigere Voraussetzungen für ein eigenständiges Leben und eine noch stärkere Teilhabe am gesellschaftlichen Umfeld.
„Uns ist es sehr wichtig, auch für die Bewohnerinnen und Bewohner des offenen Bereichs eine Perspektive zu schaffen, die ihren individuellen Bedürfnissen langfristig entspricht. Mit dem AWO Bezirksverband Ober- und Mittelfranken haben wir einen Träger gefunden, der über weiterführende Angebote verfügt und die Menschen auf ihrem Weg zu mehr Selbstständigkeit optimal unterstützen kann“, betont Dr. Matthias Keilen, Vorstand Medizin der Bezirkskliniken Mittelfranken.
