Zum 12. Mal veranstaltet die Bezirksarbeitsgemeinschaft der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege
im Bezirk Mittelfranken den TAG DER PFLEGE.
Unter dem Motto “Wir sind PFLEGE-STOLZ” feiern die Pflegeschülerinnen und -schüler die schönen Seiten ihres Berufs und bringen damit zum Ausdruck, dass Pflege nicht nur professionell, sondern durch die Vielzahl der kulturellen Wurzeln der Pflegekräfte auch bunt und vielseitig ist.
Die Auszubildenden der Berufsfachschule für Pflege Ansbach & Erlangen sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter der Bezirkskliniken Mittelfranken werden natürlich wieder dabei sein.
Nähere Informationen zum Programm folgen in Kürze auf https://www.wir-pflegen-franken.de/.
Unter dem Motto „Wir sind PFLEGE-STOLZ“ feierten die ca. 600 Pflegeschülerinnen- und schüler und Pflegekräfte auf dem Jakobsplatz in der Nürnberger Innenstadt die schönen Seiten ihres Berufs. Das zeigten sie in Form von zahlreichen Auftritten auf der eigens aufgebauten Pflegestolz-Bühne. Für die musikalische Begleitung sorgte die bekannte Nürnberger Band „Court of Mercy“.
Vor dem prächtig aufgelegten Partypublikum wurde gesungen, getanzt und performt. Ob auf der Bühne oder davor - alle, die auf dem Jakobsplatz waren zeigten, dass Pflege nicht nur professionell, sondern durch die Vielzahl der kulturellen Wurzeln der Pflegekräfte auch bunt und vielseitig ist.
So stellten die Pflege-Azubis u. a. vor der Bühne eine Luftballonaktion auf die Beine, welche die Menge mitriss. Es hab ein Quiz, bei dem das Publikum sein Wissen testen konnte und eine Chor-Performance des Adele-Hits „Rolling in The Deep“, die zum Mitsingen einlud. Sehr berührend war die Überraschungsrede des Pflegeschülers Sulaiman Babah Janneh. In seinem emotionalen Text, den er auf der Pflegestolz-Bühne vortrug, zeichnete er ein sehr treffendes Berufsbild: „Wir sind nah bei den Menschen, wir kümmern uns, wir sind zuverlässig, wir arbeiten mit Herz und Wissen. Pflege ist gerecht. Denn wir helfen allen Menschen, egal woher sie kommen oder wieviel Geld sie haben. Jeder Mensch ist gleich viel Wert. Wir behandeln jeden mit Würde und Respekt“, sagte der junge Mann unter tosendem Applaus.
Für das leibliche Wohl sorgte der Food Truck der Diakoneo Werkstatt für Menschen mit Behinderungen aus Polsingen, Sandro Tempesti mit der Eislounge und Brezen Kolb.
„Ich bin selber seit Jahrzehnten in unterschiedlichen Rollen in der Pflege unterwegs. Und ich weiß, es gibt Sachen, die sind nicht so toll. Aber: Über die wollen wir heute mal nicht sprechen.“ Mit diesen Worten eröffnete Michael Groß, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes Nürnberg-Land und Sprecher des Organisatoren-Teams der Bezirksarbeitsgemeinschaft der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege in Mittelfranken, den Tag der Pflege. Heute wolle man dem Pflegeberuf im wahrsten Sinne des Wortes eine Bühne geben und ihn einfach feiern. „Es geht darum, die schönen Seiten zu zeigen, sich gegenseitig Kraft zu geben und Mut zuzusprechen“, so Groß zum Auftakt der Veranstaltung, die in diesem Jahr bereits zum elften Mal stattfand.
Welchen Stellenwert der Tag der Pflege im Veranstaltungskalender der Politprominenz zwischenzeitlich hat, das konnte man auch an der Gästeliste unschwer erkennen. Neben der Bayerischen Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Judith Gerlach, begrüßte Moderator Laurenz Liedtke (Radio Energy Nürnberg) auch den Bezirkstagspräsidenten von Mittelfranken, Peter Daniel Forster, sowie die Vizepräsidenten der Vereinigung der Pflegenden in Bayern, Matthias Drossel und Michael Wetterich auf der Pflegestolz-Bühne.
Dass Pflege ein Dienst am Menschen ist, hob Staatsministerin Gerlach in ihrem Grußwort hervor. „In der Pflege geht es um Menschen, die sie, liebe Pflege-SchülerInnen und Pflegekräfte, nicht nur betreuen. Dahinter stecken vielmehr Schicksale, mit denen sie einen gemeinsamen Weg bestreiten.
Und das ist etwas Schönes und Erfüllendes. Ich verstehe, warum Sie diesen Beruf ergriffen haben. Trotzdem müssen wir dafür sorgen, dass noch mehr junge Menschen diesen Beruf ergreifen. Zum anderen müssen wir sicherstellen, dass die Menschen, die bereits in der Pflege sind, weiterhin in dem Beruf bleiben“, sagte Gerlach. Um diese Ziele zu erreichen, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Staat und Gesellschaft müssen hier neue Wege gehen. „Dazu haben wir in Bayern einige Dinge auf den Weg gebracht“, so die Staatsministerin. Nach den Worten Gerlachs zähle dazu u. a. das Springer-Konzept oder das gemeinsam mit der Universität Bamberg durchgeführte Dienstplan-Projekt. Ziel des Projektes sei es, Dienstpläne so zu optimieren, dass sie nicht nur organisatorische Herausforderungen erfüllen, sondern auch die Bedürfnisse der Pflegekräfte berücksichtigen. „Wir werden alles dafür tun, dass sich die Rahmenbedingungen weiter verbessern“, resümierte Gerlach und bedankte sich dafür, dass so viele Menschen erschienen sind, die auf positive Art und Weise für die Pflege Flagge zeigen.
Die Vizepräsidenten der Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB), Matthias Drossel und Michael Wetterich – beide übrigens ausgebildete Krankenpfleger –, freuten sich über das bunte Publikum, das sich aus zahlreichen Nationalitäten und Kulturen zusammensetzte. „Es ist schön zu sehen, dass ihr heute den Pflegeberuf mit Stolz vertretet“, sagte Drossel. „Die zahlreichen Pflege-Azubis und die Pflegekräfte, die wir hier und heute sehen, das ist sehr beeindruckend“, ergänzte Wetterich, der sich explizit für den Beruf stark machte. „Ich habe nicht einen Tag bereut, dass ich diesen Beruf erlernt habe. Es ist einfach ein geiler Beruf“, warb der VdPB- Funktionär für die Pflege.
Peter Daniel Forster, Bezirkstagspräsident von Mittelfranken, bedankte sich bei allen Pflege-Azubis dafür, dass sie den Pflegeberuf erlernen wollen. Die Pflege sei immens wichtig, betonte Forster. „Ihr seid die Leuchttürme, die als gutes Beispiel vorangehen, damit auch in Zukunft junge Menschen diesen Beruf ergreifen. Ihr habt ein großes Herz.“ Der Vorsitzende des Bezirksparlamentes rief die Pflege-SchülerInnen dazu auf, am Ball zu bleiben und sich für die Pflege einzusetzen.